Dienstag ist definitiv wieder Transfer-Deadline im Fußball. So krass, wie es die Wiener Austria, die Ivica Vastic als Wunderwuzzi für den geschassten Karl Daxbacher holte, aber gleichzeitig mit Nacer Barazite und Zlatko Junuzovic zwei Leistungsträger abgab, ging es in heimischen Gefilden natürlich nicht zu. Nun gut, die „Violetten“ haben eben Kasse gemacht, der Meistertitel hat heuer offensichtlich keine Priorität.
Der KSC hat dagegen den Aufstieg noch nicht ganz abgeschrieben und setzt weiterhin auf verstärkte Offensive. Dafür soll „Heimkehrer“ Christoph Fertl sorgen. Wenn es für „Schwarz-Weiß“ am Ende nicht ganz für den Titel reicht, ist es angesichts der realistischen Zielsetzung des Klubs - ein Top-5-Rang - kein Malheur. Zum großen Halali auf den Titel soll ohnehin erst in der neuen Saison geblasen werden.
Haitzendorf und Rohrendorf haben bei den Routiniers auf dem Transfermarkt zugegriffen. Die Wojtanowicz-Elf brauchte nach dem Kobylik-Abgang dringend einen neuen Spielmacher. Bei den abstiegsgefährdeten Rohrendorfern bestand ohnehin Handlungsbedarf, um das engagierte Langzeitprojekt - Stichwort: „Wir haben eine Vision“ - nicht zu gefährden.
Auf den ersten Blick sind alle Transfer-Initiativen nachvollziehbar. Spätestens im Juni werden wir wissen, ob die Rechnung auch aufgegangen ist - und ob die „Austria-Veilchen“ im Titelkampf vorzeitig verblüht sind…
b.bauer@noen.at






