VON GILA WOHLMANN
BEZIRK LILIENFELD / „Das Engagement unserer Beamten bezirksweit hat sich bezahlt gemacht“. Mit diesen Worten erklärt Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner das Top-Ergebnis der Gesamtkriminalstatistik für das Jahr 2011.
Der Bezirk darf stolz sein auf die heimische Polizei: Lilienfeld liegt 2011 mit einer Aufklärungsquote von 60,6 Prozent im Niederösterreichvergleich nur hauchdünn hinter dem landesbesten Bezirk Waidhofen/Thaya (60,7 Prozent) auf Platz zwei.
Die besten Erfolge gab es bei den strafbaren Handlungen gegen die Sittlichkeit: Hier konnten 100 Prozent aller angezeigten Fälle geklärt werden. „Besonders hervorzuheben ist aber die Leistung eines Lilienfelder Beamten, der einen Profi-Betrüger ausforschen konnte. Der Mann hat sich bundesweit mindestens 150.000 Euro von Firmen und Privatpersonen erschwindelt“, erläutert der Bezirkspolizeikommandant. Hochgerner lobt ebenso das hohe Engagement seiner Drogenfahnder: „Die Suchtgiftgruppe hat im Vorjahr wieder sehr gute Arbeit geleistet.“ Von 120 angezeigten Fällen konnten hier beachtliche 118 Delikte geklärt werden. So wurde ein Hohenberger, der an insgesamt 13 Abnehmer rund ein Kilo Cannabiskraut gewinnbringend vertrieben hat, sowie weiters eine Tätergruppe, die zirka 1,2 Kilo Mephedron aus Ungarn illegal eingeführt und gewinnbringend an Personen aus dem Bezirk St Pölten und Lilienfeld vertrieben hat, ausgeforscht. Dabei wurden Haupttäter und 30 Abnehmer angezeigt.
St. Veiter Drogenzüchter hinter Gitter gebracht
In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt konnte ein St. Veiter (55) wegen Erzeugung und beabsichtigten Vertriebs von Cannabiskraut im Herbst 2011 festgenommen werden.
Beachtliche 91,4 Prozent beträgt die Aufklärungsquote der strafbaren Handlungen gegen Leib und Leben, worunter unter anderem schwere und leichte Körperverletzungen fallen. Im vergangenen Jahr wurden zwischen Jänner und Dezember 49 Delikte gegen die Freiheit angezeigt, 46 Straftaten konnten geklärt werden. „Unter diese Deliktsgruppe fällt unter anderem die Nötigung“, erläutert Hochgerner. 33,4 Prozent aller strafbaren Handlungen gegen fremdes Vermögen konnten von 512 angezeigten Fällen erfolgreich abgeschlossen werden. Bei Delikten gegen den Geldverkehr gab es im Vorjahr lediglich zwei Anzeigen.
In ganz Niederösterreich beträgt die Aufklärungsquote 42,8 Prozent, der Bundesdurchschnitt liegt bei 43,4 Prozent.






