VON WALTER FAHRNBERGER
MELK / Der NÖN-Bericht in der Vorwoche über das von Bürgermeister Thomas Widrich geplante gemeinsame Feuerwehrhaus der beiden Wehren in der Stadtgemeinde Melk hat heftige Diskussionen ausgelöst. Wie berichtet, soll am Telekom-Areal gegenüber von Polizei und Rotem Kreuz eine gemeinsame Zentrale für die Feuerwehren Melk und Spielberg-Pielach entstehen.
Während Kommandant Thomas Reiter (FF Melk) von der Idee durchaus angetan ist, fürchtet Friedrich Bitsch, Kommandant FF Spielberg-Pielach, in weiterer Folge eine Fusion der Wehren. Auch die Opposition teilt die Befürchtungen von Bitsch. SPÖ-Stadtrat Werner Rafetseder begrüßt zwar Kooperationen der Feuerwehren, erteilt eine Zusammenlegung hingegen von vornherein eine Absage.
Für das Forum Melk ist hingegen schon der geplante Feuerwehrstandort aus „einsatztaktischen und ausbildungstechnischen Gründen nicht optimal“. Stadtrat Reinhard Berger verweist zudem einmal mehr auf die „nicht gesicherte Finanzierung dieses Vorhabens“ und will ebenfalls weiterhin die Eigenständigkeit beider Wehren.
Das hat Bürgermeister Widrich auch vor. „Mit dem Neubau der Feuerwehr Melk entsteht die Möglichkeit, zwei unabhängige Wehren an einem Standort zu konzentrieren. Diese Überlegung hat in keinster Weise eine Zusammenlegung als Hintergedanken. Der gemeinsame Standort soll vielmehr zu einer Bündelung der Kräfte beitragen“, erklärt Widrich und versucht zu beruhigen: „Es soll keinesfalls eine Entscheidung über die Köpfe der Mitglieder der Wehren getroffen werden, sondern gemeinsam die Verwirklichung dieser Chance erarbeitet werden. Die Ängste vor einer Zusammenlegung sind verständlich, jedoch völlig aus der Luft gegriffen“, so der Bürgermeister.







