VON SUSANNE LEONHARTSBERGER
YSPERTAL / Wen die Liebe zur Biologie gepackt hat, den lässt sie nicht mehr los. Und wem sie besonders am Herzen liegt, der gibt diese Liebe weiter. Einer davon ist Johann Zechner, Direktor der Höheren Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft in Yspertal, ein Wegbereiter der Nachhaltigkeit.
Zechner wurde am 8. Dezember 1951 in St. Marein bei Neumarkt (Steiermark) geboren. Dass auch seine Frau Gertraud am selben Tag Geburtstag hat (sie ist allerdings ein jüngeres Semester), beschreibt er scherzhaft als „rationelle Maßnahme“.
„Zechner hat noch eine Schublade voller Pläne“
Zur nachträglichen 60er-Feier am Freitag waren Weggefährten, Politiker, Absolventen und Freunde gekommen. Abtpräses Wolfgang Wiedermann vom Schulerhalter Stift Zwettl lobte Zechner als Mann voll andauernder Zähigkeit und Einsatzfreude, der „auch noch mit 60 Jahren eine Schublade voller Pläne hat“. Für sein weiteres Leben wünschte Wiedermann dem „Direktor aus Berufung“ aber auch etwas Muße.
Zechner & die HLUW: Am Anfang war ein Tisch ...
Johann Zechner absolvierte die Mittelschule für Landtechnik im Josephinum bei Wieselburg. Nach dem Studium der Biologie und Chemie unterrichtete er im Stiftsgymnasium Melk und im Gymnasium Wieselburg. Seine Idee einer Höheren Schule „abseits des geografischen Mainstream“, die den Fokus auf Natur und Nachhaltigkeit legt, setzte Zechner mithilfe von Yspertals Bürgermeister Karl Moser und dem Stift Zwettl als Geldgeber vor 21 Jahren um. 1990 startete die erste Klasse im kleinen Rahmen: „Am Anfang war ein Tisch.“
Im Zeitraffer ließ er die Jahre passieren: Pflastersteine wurden wiederverwendet, der Sprung ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft, der idyllische Ort mit Schülern belebt. Zum Abschluss plädierte Johann Zechner für das „Erfolgsmodell Katholische Privatschule“.







