VON GERALD GARTNER
Die Luft war dünn. Im Zehn-Schritte-Takt näherte sich Christoph Hofschweiger dem Gipfel des Aconcagua in 6.982 Metern Höhe. „Um den Puls zu beruhigen“, erklärt der Persenbeuger. Obwohl sich Hofschweiger zwölf Tage im Basislager zu akklimatisieren versuchte. Unter 15 Athleten kämpfte sich der Persenbeuger als einziger Österreicher im Stufenprogramm an die Spitze.
22 Tage dauerte die Odyssee in den argentinischen Anden. Sie startete im Tourismusministerium: Ohne Berechtigung kein Aufstieg auf den höchsten Berg außerhalb Asiens. Kostenpunkt: 650 Dollar (ca. 500 Euro).
In drei Tagen stieg Christoph Hofschweiger auf 4.300 Meter ins erste Basislager auf. Im Abstand von 500 Metern richteten die Alpinisten drei Höhenlager ein. „Mit unserer Taktik haben wir es geschafft, nicht höhenkrank zu werden“, sagt der Persenbeuger.
Hofschweiger: „Ich habe noch alle Finger und Zehen“
Vom letzten Stützpunkt auf 6.000 Metern nahm der junge Bergsteiger um drei Uhr morgens die Spitze in Angriff. Nach acht Stunden erreichte Christoph Hofschweiger das Gipfelkreuz. Und glücklich, unversehrt geblieben zu sein: „Einige sind wegen der Kälte umgedreht. Ich habe noch alle Zehen und Finger.“ In der Nacht setzten dem Bergsportler minus 25 Grad zu. Besonders beim Abstieg hatte er mit schwindenden Kräften zu kämpfen.
Darauf hatte sich Hofschweiger aber vorbereitet. Mit einem Rucksack, der mit Wasserkanistern gefüllt war, pilgerte Christoph Hofschweiger durch Persenbeug.
Zudem war die Expedition auf den Gipfel des Aconcagua nicht das erste Abenteuer für Christoph Hofschweiger. Im Vorjahr bestieg der Anlagenmonteur den Kilimandjaro in Afrika. Davor die Dächer Österreichs: „Ich bin mit dem Bergsteigen aufgewachsen.“
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