MISTELBACH / Am Montag Nachmittag wurde der Startschuss für die größte Investition in den Krankenhausstandort Mistelbach gegeben: Mit dem Spatenstich ist der Weg frei für die Um- und Zubauten im Umfang von 186 Mio. Euro, die bis 2017 am Landesklinikum Weinviertel Mistelbach verbaut werden.
Die Abrissarbeiten in der Liechtensteinstraße haben bereits vor einigen Monaten begonnen, jetzt kann tatsächlich mit den Bauarbeiten gestartet werden: Als erster Schritt wird ein Parkdeck für 250 Autos errichtet, bis 2015 soll der Neubau zwischen Bildungszentrum und Liechtensteinstraße errichtet werden, ab 2015 werden die Altbestände umgebaut. Da die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb erfolgen werden, muss es dann zu umfangreichen Rochaden kommen, bei denen ganze Blöcke des Krankenhauses in andere übersiedeln müssen.
„Eine große Herausforderung“, gesteht Walter Troger, Geschäftsführer des Projektentwicklers VAMED, die gemeinsam mit der Hypobank und der Alpine den Krankenhaus Zu- und Umbau umsetzt. Verbessert werden soll durch die Neustrukturierung des Krankenhauses die Funktionalität der Prozesse, das Haus soll übersichtlicher werden, die Patientenströme sollen akut und geplant getrennt werden und auch die Verkehrsströme sollen entbündelt werden. Personal- und Ambulanzzufahrt bleiben wie gehabt über Bstehweg bzw. Schlossberg, der Besucherstrom wird über die Liechtensteinstraße zum neuen Parkdeck geleitet. Und auch Zulieferer werden ihre eigenen Zufahrten haben.
Wie das Krankenhaus Mistelbach im Endeffekt im Detail aussehen wird, das konnten die Mitarbeiter des Klinikums mitbestimmen, weiß „Mr. Um- und Zubau“ Finanzdirektor Josef Kober, der die hochprofessionelle Arbeitsweise der VAMED und ihrer Partner lobt.
„Dieses Projekt ist wesentlich, damit die Mitarbeiter die geforderte Qualität im Gesundheitswesen erbringen können!“, stellte Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka klar: Die NÖ Kliniken würden zwar nicht überall alles anbieten, was geboten werde, sei aber Spitzenmedizin.
Der Quadratmeterpreis bei der Errichtung des Zu- und Umbaues liege in Mistelbach bei 3.500 Euro - eine gute Marke, denn anderswo komme man auf 5.000 Euro. Und es müsse durch entsprechende Planung möglich sein, den Quadratmeterpreis sogar in den 2.000er-Bereich zu drücken, ist Sobotka überzeugt. Und das ohne Qualitätseinbußen.
Ob die vorveranschlagte Bausumme halten wird? „Seit es die Landesklinikenholding gibt, wurde noch kein Baubudget überschritten!“ Und an die VAMED gewandt: „Außer ihr findet wen, der es euch zahlt!“








