VON BERNHARD SCHIESSER
2004 zog er aus, um es seinem älteren Bruder Mario gleich zu tun und das Leben eines Fußballprofis zu führen. Rene Hieblinger spielte für Bad Bleiberg und Untersiebenbrunn in der Bundesliga. „Das war eine sehr schöne Zeit“, erinnert sich Hieblinger gerne zurück. Danach folgten mit Würmla, Zwettl und Ostbahn XI Stationen in der Regionalliga Ost, ehe der mitterlweile 32-jährige Altruppersdorfer in der Wienerliga beim Nussdorfer AC anheuerte. „Ich hatte es irgendwie satt in der Ostliga fast jedes Jahr gegen den Abstieg zu kämpfen. Ich wollte auch einmal um den Titel spielen.“ Mit dem NAC tut er das. Hieblinger feierte mit seinem neuen Verein die Herbstmeisterschaft und will auch am Saisonende ganz oben stehen: „Klar ist das mein Ziel.“
Hieblinger: „Wiener Fußball ist technisch besser“
Die Spielkultur in der Bundeshauptstadt lobt der Verteidiger in den höchsten Tönen: „Der Wiener Fußball ist technisch besser als jener in Niederösterreich.“ Was ihn allerdings nicht ganz passt sind die vielen Spiele auf Kunstrasen: „Für die Gelenke ist das natürlich Gift.“ Nicht nur deshalb kann er sich am Ende seiner Karriere eine Rückkehr zum FC Mistelbach, von wo aus seine Reise durch den Österreichischen Fußball begann, vorstellen: „Ich steh nach wie vor in sehr engem Kontakt mit Funktionären in Mistelbach. Wenn alles passt, kann ich mir das schon vorstellen.“
Spätestens am Ende dieser Saison wird Rene Hieblinger ohnehin an alte Wirkungsstätte zurückkehren. Die Mistelbacher planen nämlich am 6. Juni zum Saisonabschluss beim Spiel gegen Kottingbrunn eine große Jubiläumspartie. Beim 300. Landesligaspiel will Obmann Stv. Robert Martin viele verdiente Ex-Spieler einladen: „Hoffentlich sind wir dann auch in Feierstimmung.“






