VON BERNHARD SCHIESSER
Zwölf Jahre lang war er Trainer von Österreichs Tennisstar Jürgen Melzer. Im Mai 2007 trennten sich die Wege von Karl-Heinz Wetter und Melzer. „Wir sind aber nicht im Bösen auseinandergegangen“, wie der Wolkersdorfer betont. Gemeinsam mit seinem Bruder Bernd betreibt er in Süßenbrunn das „Professional Tennis Wetter“. Beide versuchen dort, nationale und internationale Talente an die Weltspitze heranzuführen.
Karl-Heinz Wetter war aber auch nach seiner Zeit als Melzer-Coach auf der internationalen Tennisbühne unterwegs. So führte er den Letten Ernests Gulbis bis auf Rang 38 der Weltrangliste. Derzeit betreut er die junge Russin Anastasia Pivovarova (WTA 125). Bei den Australian Open in Melbourne fand Wetter auch die Zeit, mit Jürgen Melzer zu plaudern.
Wetter weiterhin von Melzers Qualität überzeugt
Trotz Absturz in der Weltrangliste ist Wetter weiterhin von den Qualitäten seines ehemaligen Schützlings überzeugt: „Dass er wieder unter die Top 20 der Weltrangliste zurückkehren wird, traue ich ihm auf alle Fälle zu. Dort gehört er aufgrund seiner Qualität auch hin.“
Eine Qualität, für die sich auch der Wolkersdorfer verantwortlich fühlt: „Natürlich habe auch ich meinen Teil dazu beigetragen. Melzer schaffte es mit mir als Trainer immerhin auch auf Rang 28.“ Auch Melzers derzeitige Formkrise kommt für Wetter nicht überraschend: „Rückenprobleme, wie sie Jürgen hatte, sind für einen Tennisspieler ein Wahnsinn. Jetzt ist er aber wieder fit und ich habe auch das Gefühl, dass er top-motiviert ist.“
Für die Zeit nach Jürgen Melzer sieht Wetter übrigens vorerst keinen österreichischen Spitzenspieler: „Selbst ein Dominic Thiem hat in Wahrheit noch nichts erreicht. Da muss man noch abwarten.“






