VON DR. GABY SCHÄTZLE-EDELBAUER
HINTERBRÜHL / An einer ungewöhnlichen Location fand am Freitag die viel akklamierte Premiere von „Der Mann von La Mancha“ statt.
Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums der Seegrotte hatte man das unterirdische Ziegelgewölbe des Festsaales zur Bühne des legendären Musicals gemacht (Kritik siehe beiliegende Landeszeitung).
Bis es allerdings so weit war, hatte es einiger sicherheitstechnischer Verhandlungen mit Gemeinde, Bezirksfeuerwehr, -rettung sowie der Montanbehörde bedurft. Wohl sprachen Stimmung und Akustik für die Wahl des Ortes, wie Intendant Andreas Berger meinte: „Es ist eine tolle Stimmung, das Publikum nimmt mitten im Gefängnis Platz.“
Dennoch gab es auch Bedenken. Es waren einige Zuschauer, die den Weg 200 Meter ins Innere des Berges kurz entschlossen doch nicht antraten. Keine Pause, kein WC unten, ein enger langer Gang hinunter und keine Möglichkeit, während der Vorstellung hinaus zu können, außer man wählte den Weg über die Bühne ...
Mit Platzangst oder Harndrang kein reines Vergnügen. Schauspielerin & Dancing Star Marika Lichter machte übrigens bei der Kassa eine Kehrtwende!
Überlegungen hatte es im Vorfeld auch sicherheitstechnischer Art gegeben. Die Auflagen, die Ortschef Benno Moldan vom Veranstalter verlangte, waren nicht wenige. Nichts Brennbares durfte unten sein, bei Stromausfall sollte es eine zusätzliche Beleuchtung geben, die Sauerstoffzufuhr musste ausreichend sein, es mussten ausreichend Begleitpersonen da sein, die 170 Zuschauer mussten in Gruppen hinuntergeführt werden.
Die Montanbehörde hatte nach dem Bau einer Fluchtstiege im Jahr 2008 die Zahl der unter Tage erlaubten Personen von 120 auf 360 hinaufgesetzt.
Intendant Andreas Berger dazu: „Wir haben die Genehmigung, und zwar auch gleich für die Barbarafeier, es gibt für den absoluten Notfall ein WC, man muss allerdings über die Bühne, und die Blaulichtorganisationen sind eigens für das Terrain geschult worden.“







