VON BERNHARD GARAUS
Marathon-Weltrekordler Haile Gebrselassie war erstmals in Wien unterwegs – über die Halbmarathon-Distanz. Und der Äthiopier war begeistert vom Flair der Bundeshauptstadt, überlegt im nächsten Jahr die ganzen 42 Kilometer in Wien in Angriff zu nehmen. Für zwei Läufer aus unserem Bezirk ist der Wien-Marathon nichts Neues mehr – im Gegenteil. Gerhard Tomeczek vom Laufclub derfisch.at sowie Wilhelm Böhm vom ULC Mödling absolvierten bisher alle 28 Marathons in Wien. Und ließen sich das Highlight freilich auch heuer nicht entgehen.
Verkühlung im Vorfeld verhinderte bessere Zeit
„Wien ist einfach der schönste Marathon, sonst wären wir ja nicht jedes Jahr hier“, schwärmt Böhm von der „perfekten Organisation“. Sein persönliches Ziel, unter vier Stunden bleiben, schaffte er heuer zwar nicht, unzufrieden war Böhm trotzdem nicht. „Ich war im Vorfeld verkühlt und außerdem bin ich momentan zu schwer“, kennt er die Gründe, warum ihm ab Kilometer 30 die Luft ausgegangen ist.
Drittbester Wien-Veteran trotz Muskelproblemen
Bereits ab dem zweiten Kilometer hatte der zweite Mödlinger des „Club 1139,265“ (siehe Infobox) Gerhard Tomeczek mit muskulären Problemen zu kämpfen. „Mit der Zeit ist es zum Glück besser geworden.“ Und so blieb der laufende Fisch unter vier Stunden und lief die drittbeste Zeit der auf elf zusammen geschrumpften Gruppe der Wien-Veteranen – Roland Kleinpaul musste wegen einer Blasenentzündung passen. „So gesehen muss ich zufrieden sein“, meint Tomeczek, der allerdings nicht die beste Tagesverfassung erwischte. Vor allem der Temperaturwechsel zu den Vortagen machte ihm zu schaffen.
Für beide steht aber schon heute fest: Nächstes Jahr sind sie beim Wien-Marathon wieder am Start!






