VON JOHANNES AUTHRIED
WIEN / REICHENAU / „Wir ertrinken an Vorbestellungen“, so Peter Loidolt bei der Pressekonferenz in Wien. Die Festspiele Reichenau feiern heuer ihr 25-jähriges Jubiläum.
Mehr als 685.000 Besucher sahen bisher 70 Eigenproduktionen bei ca. 1.700 Vorstellungen. Die Intendanten Peter und Renate Loidolt bleiben dabei ihrer bisherigen Linie treu und setzen weiterhin auf Schauspielertheater mit österreichischer Authentizität, Nestroy und russische Dichtung. Der Kartenvorverkauf startet am 1. März, wobei das komplette Musikprogramm bereits ausverkauft ist.
Mit Johann Nestroy startet man in die Festspielsaison
Premierenauftakt ist am 30. Juni mit Nestroys „Frühere Verhältnisse“. Inszeniert von Maria Happel, die neben Ulrike Beimpold, Toni Slama und Nicolaus Hagg auch auf der Bühne stehen wird.
Ab 6. Juli findet die Uraufführung von Stefan Zweigs „Ungeduld“ statt. Stefan Slupetzky hat den Roman „Ungeduld des Herzens“ als Bühnenfassung gestaltet. In den Hauptrollen zu sehen sind Marcello de Nardo, Merle Wasmuth und Claudius von Stolzmann.
Im neuen Spielraum hat am 5. Juli Arthurs Schnitzlers (das ist auch der 150. Geburtstag des Autors) „Reigen“ Premiere. Unter Mitwirkung von Petra Morze, Chris Pichler, Katharina Strasser, Miguel Herz-Kestranek und Günter Franzmeier.
Abschließender Höhepunkt ist am 7. Juli die Uraufführung von Nicolaus Haggs Dramatisierung Leo Tolstoj-Stücks „Anna Karenina“, wo Julia Stemberger die Titelrolle übernimmt. An ihrer Seite Joseph Lorenz und Miguel Herz-Kestranek.
Als Rahmenprogramm gibt es am 8. und 15. Juli eine Talkshow mit Überraschungsgästen und Wegbegleitern aus 25 Jahren. „Wir erwarten heuer, bei 115 Vorstellungen, wieder über 40.000 Besucher“, so Mag. Renate Loidolt. Was 2013 geplant ist, da halten sich die Loidolts noch bedeckt. Nur so viel haben sie verraten, dass sie noch bis 2015 die Festspiele betreuen werden. Danach ziehen sie sich in den Aufsichtsrat zurück. „Es wird keine Ausschreibung geben, man werde einen geeigneten Nachfolger sicher selbst suchen“, so Peter Loidolt.







