RABENSTEIN / Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember des Vorjahres wurde auch der Frühverkehr neu geordnet. Zum Ärger einiger Pielachtaler, die mit der Mariazellerbahn ihren Arbeits- oder Schulweg bestreiten.
Einer der Gründe für die Neuordnung: Die Reisezeiten nach Wien wurden verbessert. „Zahlreiche Pielachtaler profitieren von dieser Maßnahme“, ist sich Michael Blaim von der NÖVOG sicher.
Doch darunter leiden Fahrgäste, deren Zugverbindungen auf spätere Fahrzeiten verlegt wurden. So auch im Falle einer Schülerin aus Rabenstein, die nach Krems in die Schule pendeln muss.
Mutter muss täglich 60 Kilometer fahren
„In Rabenstein sind lediglich drei Personen betroffen, die nach Krems pendeln“, so Blaim: „Eine Beförderung via Taxi oder Bus hat sich leider als unfinanzierbar herausgestellt.“
Ganz zum Nachteil von Margit Eder, Mutter einer betroffenen Schülerin: „Aufgrund der Fahrplanänderung versäumt meine Tochter ihren Anschlusszug in St. Pölten um drei Minuten, deshalb muss ich sie mit dem Auto nach St. Pölten bringen und wieder retour fahren. Das sind täglich an die 60 Kilometer.“ Einzige Alternative ist, schon den Zug um 5.11 Uhr nach St. Pölten zu nehmen und von dort aus mit dem Zug um 6.01 Uhr nach Krems zu fahren. Ankunft wäre dann um 6.39 Uhr. Das wäre eine Stunde vor Schulbeginn. „Wir werden das Thema jedenfalls auch im Verkehrsverbund zur Sprache bringen, um vielleicht dort eine Lösung zu bewirken“, so Blaim.





