VON ERNST SUSICKY
PURKERSDORF / Bürgermeister Mag. Karl Schlögl präsentiert im NÖN-Gespräch drei Initiativen, die er im Bereich „öffentlicher Verkehr“ in den nächsten Jahren umsetzen will.
Mit der Einführung des 1/4-Stunden-Taktes mit dem Fahrplanwechsel 2012/13 soll auch eine Neustrukturierung der Verkehrstarife einhergehen. „Die Kernzone soll bis Purkersdorf ausgeweitet werden“, so Schlögl. Derzeit würden Verhandlungen zu diesem Thema geführt. Schlögö verspricht: „Es wird sicher eine Verbesserung zur jetzigen Situation geben.“
Die zweite Initiative betrifft die Erweiterung des Parkangebotes im Bereich der Bahnhaltestellen. Damit eine Erweiterung der Park&Ride-Anlage Purkersdorf wie geplant 2014 zustande kommen kann, werde im Frühjahr eine Bedarfszählung durchgeführt, so Schlögl.
„Es tut sich was bei der Park&Ride Anlage in Purkersdorf“, bestätigt ÖVP-Obfrau Elisabeth Mayer. „Wirklich erfreulich ist, dass auch der Bürgermeister jetzt den längst überfälligen Handlungsbedarf erkannt hat. Gemeinsam müssen wir jetzt Vollgas geben, um eine zügige Umsetzung zu erwirken“, so Mayer weiter.
Vor allem, da Ende des Jahres der Viertelstundentakt in Purkersdorf starte, sei es für den Ausbau „höchste Eisenbahn“, wie ÖAAB-Obmann Florian Liehr erklärt: „Mir ist wichtig, dass die Erweiterung umgesetzt wird - auch wenn jetzt andere diese Idee für sich beanspruchen. Im Gespräch mit den Experten vom Land habe ich mich dafür eingesetzt, dass auch die umliegenden Straßen in die Zählung einbezogen werden.“
„Die ÖBB haben bei der hohen ‚Fremdnutzeranzahl‘ stets Zählungen aus dem Jahr 2004 verwendet – seither hat sich aber einiges getan. Die Park&Ride-Anlage ist spätestens um 8 Uhr vollgeparkt – die um den Bahnhof liegenden Straßen ebenfalls. Es ist klar, dass es hier einen Mehrbedarf an Parkplätzen gibt - ganz besonders ab 2013, wenn der Viertelstundentakt startet“, so Liehr.
Zum Thema „Fremdparker“ bzw. Einkaufs-Parker kann sich Mayer vorstellen, „ein eigenes Parkdeck oder einen Teil eines Parkdecks für Kurzparker zu nutzen. Davon würde vor allem die Wirtschaft profitieren.“
Bürgermeister Schlögl denkt an eine weitere Erweiterung: „Durch Grundtausch bzw. Pachtung im Bereich der Bahnhaltestelle Purkersdorf-Sanatorium hoffen wir zusätzlich 20 Parkplätze schaffen zu können.“
Schließlich sollen noch die Bahnhöfe Purkersdorf-Zentrum und Unterpurkersdorf neu gestaltet werden. Die Bahnstationen Purkersdorf-Sanatorium und Untertullnerbach sind in den letzten Jahren neu gestaltet worden, jetzt wollen wir die beiden anderen Bahnhöfe renovieren. Diesbezüglich hat es bereits Gespräche mit Verkehrsministerin Doris Bures gegeben, berichtet Schlögl. Es werde ein Komitee eingesetzt, dass den Neugestaltungs-Bedarf prüfen soll. Geprüft soll auch die Errichtung eines Bahnhofes Purkersdorf-Sagberg werden.
Ing. Andreas Offenborn vom Arbeitskomitee „Unsere Westbahn - unsere Busse“ sieht die neuen Entwicklungen äußerst positiv. Wenn mehr Züge fahren würden, würde man auch das umliegende Angebot ausbauen müssen: „Der Fahrgast will etwas zeitgemäßes!“ In Bezug auf die Taktänderung habe das Komitee einen günstigeren Vorschlag vorgelegt, der derzeit geprüft werde: „Wir sind auf einem guten Weg zu einer gemeinsamen Lösung.“








