VON JACQUELINE KACETL
GABLITZ / Die jüngsten Aussagen von Grünen-Gemeinderätin Fritzi Weiss riefen Unmut bei Bürgermeister Michael Cech hervor. Im aktuellen Gemeindemagazin der Grünen bemängelt Weiss die unprofessionelle Herangehensweise an gemeindepolitische Aufgaben. Statt sich in vielen Bereichen die Beratung von Experten der Landesregierung zu holen, sei „konzeptloses Dahinwursteln“ seit vielen Jahren die gemeindepolitische Maxime, kritisiert Weiss.
Weiss kritisiert „Kleingeist“ im öffentlichen Raum
Davon könne keine Rede sein, ärgert sich Bürgermeister Michael Cech in einer Presseaussendung. Man habe „bei Baufragen, Fragen der Raumordnung oder des Straßenverkehrs, bei Umwelt- und Energiethemen oder der Dorferneuerung“ immer Experten herangezogen, kontert Cech.
„Kleingeistige“ Vorgangsweisen ortet die Grünen-Mandatarin vor allem bei der Gestaltung des öffentlichen Raums. Im Budget seien für die Bereiche Straße und öffentlicher Raum 140.000 Euro veranschlagt. Weiss: „Diese doch nicht ganz unbeträchtliche Summe wird dann auf Zuruf nach der Fleckerlteppichmethode verbraten: hier ein paar Laufmeter Gehsteig, da ein bisschen Asphalt, dort wieder ein Loch verschließen, eventuell noch einige Randsteine ersetzen, einigen Anrainern einen Gefallen tun.“
Für den Bürgermeister sind diese Vorwürfe „kompletter Unsinn“: „Wir haben ein veraltetes Straßennetz, und sanieren dort, wo es notwendig ist. Dabei richten wir uns nach den Bedürfnissen der Bürger.“
Cech lehnt längerfristiges Verkehrskonzept ab
Auch das von Weiss geforderte längerfristige Verkehrskonzept für die Siedlungsstraßen samt „entsprechender Oberflächengestaltung“ ist für Cech kein Thema: „Ein derartiges Konzept macht keinen Sinn und ist zu teuer. Wir werden auch in den nächsten zehn Jahren keine riesigen Summen zur Verfügung haben. Wir können nur das Notwendigste tun. Die gesamte Summe wird heuer für Sanierungen verwendet, etwa für die Brücken über den Gablitzbach.“








