VON JACQUELINE KACETL
WIEN/MAUERBACH / Mit Blaulichtklängen betritt er dynamisch in klassisch dunkelgrüner Polizeiuniform die Bühne. Manfred Satke, ins künstlerische Fach gewechselter Ex-Polizist, kennt die Tücken des Polizeialltags wie kein Zweiter. Immerhin 25 Jahre war er im Dienst der Exekutive, bis er krankheitsbedingt ausstieg. Danach widmete sich Satke der Malerei und seit eineinhalb Jahren auch dem Kabarett.
Immer noch ist der frühere Bezirksinspektor durch und durch Polizist. „Ich möchte eine Lanze für meine ehemaligen Kollegen brechen“, sagt Satke. „Es ist traurig, dass die Polizei nicht so geliebt wird wie die Feuerwehr oder der Notruf. Der Inspektor sollte nicht nur auf das Verteilen von Strafzetteln reduziert werden, sondern ist auch ein Helfer.“ Selbst sehe er sich als Menschfreund, der das auch über seine langen Dienstjahre nicht verloren habe.
So und ähnlich lesen sich auch die Geschichten seines Erstlingsprogramms „Wahre Wuchteln aus dem Polizeialltag“, die Satke auf Einladung des Vereins KUKMI im Restaurant Jägerwirt präsentierte. Flockig plätschern die Geschichten vom „alten Mutterl“, das eine tote Taube auf das Wachzimmer bringt, bis zum tragikomischen Tod eines „Messis“ im Gemeindebau, dahin.
Episoden, die vom ganz normalen Wahnsinn des Polizeialltags erzählen, ohne jedoch die Merkwürdigkeiten seiner Abgründe zu berühren und an der Oberfläche zu kratzen.
Stoff bleibt dennoch genug. „Ich hätte noch weitere sieben Stunden Material“, sagt Satke, der verspricht: „Irgendwann wird es auch ein zweites, drittes und viertes Programm geben.“







