Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. An diesem Sprichwort ist was dran. Man muss sich die Feste aber leisten können. Im Falle Schwechats, das zwar mit Schulden zu kämpfen hat, sollte das aber kein Problem sein. Denn in der Braustadt, die immer mehr als Sporthauptstadt bekannt ist, gibt es heuer besonders viel zu feiern. Etliche Jubiläen stehen an, allen voran 90 Jahre Stadterhebung. Dazu kommen die Städtepartnerschaften - 20 Jahre Skalica und 10 Jahre Alanya.
Von 40 Jahre Nestroyspielen ganz zu schweigen. Dass hier die Stadtgemeinde tätig werden muss, liegt auf der Hand. Die Rahmenkosten von maximal 100.000 Euro sollten kein Problem darstellen - da wurde bei früheren Stadtfesten mehr ausgegeben. Die interne Planungsgruppe der Stadtgemeinde hat ein ehrgeiziges Programm auf die Beine gestellt. Besonders gelungen ist die Idee, 90 Fundstücke in der Bevölkerung zu sammeln, die ihre eigene Geschichte und somit die Geschichte der Stadt erzählen. Die Bürger einzubinden, ist eine gute Sache. Bleibt nur zu hoffen, dass die Schwechater auch mittun und sich nicht vom Krisengerede das Feiern vermiesen lassen.
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