SCHWECHAT / Schwechats ältester Verein blickt zurück auf 150 Jahre im Dienste des Schwechater Kulturlebens: 1862 als Männergesangverein mit 30 Mitgliedern gegründet, entwickelte sich der Verein weiter und erlangte um 1900 überregionale Bedeutung, wobei sogar Reisen ins Ausland unternommen wurden.
Alljährlich wurde eine Wohltätigkeits-Liedertafel veranstaltet, deren Reinerlös bedürftigen Kindern zugutekam. Zwangsläufig wurde das Vereinsleben 1944 zur Gänze eingestellt und dann 1946 wieder aktiviert. Dabei wurden erstmals Frauen in die Sängerrunde aufgenommen, und seither wird die Formation als gemischter Chor in seiner heutigen Form unter der Bezeichnung „Schwechater Gesang- und Musikverein“ weiter geführt. Erste Chorleiterin war Prof. Maria Spetlik, unter deren Leitung bis 1992 der Verein ein künstlerisch beachtliches Niveau erreichte und einen fixen Platz im Schwechater Kulturleben einnahm. Seither zeichnet den Chor eine rege Konzerttätigkeit aus, wobei das einstudierte Repertoire unter den nachfolgenden Dirigenten, wie u.a. Kerem Sezen und derzeit Robert Rieder (2009), musikalischer Leiter der Kirchenmusik in der Wiener Augustinerkirche, den Chor stets erweitert wurde.
Mit einem breit gefächerten Repertoire ist der Verein fixer Bestandteil des Schwechater Kulturlebens. Neben der Mitgestaltung von liturgischen Feiern werden regelmäßig Konzerte und Chorfestivals veranstaltet, deren Programme von den großen Oratorien über Opern und Operettenmelodien, Gospels und Pop Songs bis zu Volks- und Weihnachtsliedern reichen. Ein besonderes Augenmerk legt der Chor auf die Wiederentdeckung der Werke des Schwechater Komponisten Joseph Eybler, der als Schüler Mozarts und Nachfolger Salieris als Hofkapellmeister zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.
Der Verein beginnt sein Jubiläum am 14. Februar um 19 Uhr in der Felmayerscheune mit einer Festveranstaltung, in deren Mittelpunkt ein Vortrag von Franz Paral steht, der in Bild und Ton die 150-jährige Geschichte des Chors anschaulich wiedergibt. Dazu wird eine Festschrift aufgelegt, mit der die lange Geschichte mit reichlich Bildmaterial dokumentiert wird. Diese kann bei Frau Dvorak (01/7077117) oder Herrn Mozelt ( 01/7071915, hmoz@gmx.at) gegen einen Druckkostenbeitrag von 6 Euro angefordert werden.
Des Weiteren wird am 6. März um 19 Uhr im Schwechater Rathaus eine Ausstellung über die Geschichte des Vereins eröffnet. Außerdem tritt der Chor am 23. März um 19 Uhr gemeinsam mit dem Orchester der Musikschule Schwechat im Multiversum bei einem Konzert auf.






