SCHWECHAT / Nach dem Desaster im vergangenen Jahr wurde viel investiert, um ein klassisches Konzert in diesem Haus zu ermöglichen. Norbert Prantner, Technischer Leiter des Multiversum, zu den Veränderungen im Haus: „Voraussetzung für Qualitätssicherung in diesem Fall war in erster Linie eine vernünftige Kommunikation zwischen Künstlern und Spielstätte. Und das ist heuer brillant gelaufen. Nach vier Meetings mit der Geschäftsführung, dem technischen Staff und dem TON wurde das umgesetzt, was heute hier steht. Akustisch haben wir gezaubert und den Raumton verstärkt. Die Orchesterstärke des TON wurde merklich angehoben. Und was uns besonders freut - die Musiker haben uns eine ganze Probestunde gewährt.“ Eine solche Zusammenarbeit kann Wunder bewirken. Und das Resultat konnte sich hören lassen. Die Qualität dieses hervorragenden Orchesters kam jetzt endlich auch in diesem komplizierten Raum zur Geltung.
Ein interessantes, im ersten Teil eher anspruchsvolles Programm setzte auf die Neugier und Aufgeschlossenheit des Publikums, das die Herausforderung gerne annahm. Auch in einem Neujahrskonzert darf man sich ruhig mal ein wenig konzentrieren. Und bei der Qualität dieses Orchesters läuft das Publikum auch nicht Gefahr einzuschlafen. Im zweiten Teil ging es dann, wie immer, mit den alten Bekannten weiter. Also, von Rossini, Chabrier, Grieg, Smetana, Dvorák, über Chatschaturjan und Komzák bis hin zu Johann und Josef Strauß, war für jeden etwas dabei. Barbara Payha (Sopran) hat die Erwartungen des Publikums nicht enttäuscht und nicht nur als zauberhafte Adele sehr komödiantisch die Unschuld vom Lande gemimt, sondern unter anderem auch als Rosina oder als Rusalka eine blendende Figur gemacht.
Dass das TON sich auch gerne mal von zarten Frauenhänden, vornehmlich denen von Elisabeth Attl dirigieren lässt, war offensichtlich. Die Sympathien des Publikums galten ebenfalls der zauberhaften und lebhaften Dirigentin, die ihren Platz am Pult sehr überzeugend ausfüllte.
Ein wunderbares Konzert, das voll und ganz die Zustimmung des Publikums hatte.






