Das Inferno-Rennen gilt als das größte Abfahrts-Amateur-Skirennen der Welt und ging zum 69. Mal am 3000 Meter hohen Schilthorn in der Schweiz in Szene. Neben „Routinier“ Reini Gnadenberger fuhr mit Marco Winter heuer ein zweiter „Skiverrückter“ vom SCU Frankenfels mit. Zu bezwingen hatten sie eine 15,8 Kilometer lange Strecke. Die Teilnehmerzahl ist auf 1800 beschränkt, Startintervall ist alle zwölf Sekunden. „Schnelle und saubere Abfahrtsschwünge, gutes Gleitvermögen, Kraft-Ausdauer für die kurzen Bergaufpassagen und mentale Stärke sind gefragt“, weiß Gnadenberger.
Unter der Woche gab es mit Langlauf und RTL bereits zwei Vorbewerbe, bei denen Gnadenberger die Plätze 49 und 26 belegen konnte. Winter machte beim RTL einen Abflug und zog sich Prellungen zu, nahm aber am Samstag die Abfahrt in Angriff. Gnadenberger ging sogar mit Bestzeit durchs Ziel. „Da zu diesem Zeitpunkt alle Favoriten unten waren, sah ich wie der Sieger aus“, machte ihm die schneller werdende Piste aber einen Strich durch die Rechnung. Der Schneefall hörte auf, es wurde wärmer und ab Startnummer 200 immer besser. So gewann ein Schweizer mit Startnummer 1602. Für Gnadenberger, der mit Nummer 54 ins Rennen gegangen war, gab es in der Hauptklasse Rang 18, gesamt Rang 25 von 1554 Klassierten. In der Kombination bedeutete dies Rang elf.
Winter, der mit Startnummer 958 die beste Zwischenzeit aufgestellt hatte, kam nach einem wilden Ritt im unteren Streckenteil mit vielen Überholmanövern bei den engen Kehren als Siebenter ins Ziel - Gesamtrang neun! „Unglaublich für einen Debütanten“, gratulierte auch Gnadenberger neidlos.







