Mit dem Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) entstand im Süden der Stadt ein Think-Tank erster Güte. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Universität für Bodenkultur (BOKU), des Austrian Institute of Technology (AIT), der Stadt Tulln und des Landes Niederösterreich.
Auf 24.500 Quadratmetern kann das UFT unter anderem mit 6.200 m? Laborflächen, 1.200 m? Seminarräumen, zwei Glashäusern und einem Holz-Technikum aufwarten. Forschungsgruppen beschäftigen sich hier mit Schwerpunktthemen wie Pflanzenbau und -züchtung, nachwachsenden Rohstoffen und Holz oder Technologien zur Bodensanierung.
Landeshauptmann setzt auf Potenzial der Menschen
Warum diese Einrichtung ausgerechnet in Niederösterreich errichtet wurde, weiß Landeshauptmann Erwin Pröll: „Unsere Rohstoffe sind begrenzt, wir sind kein Niedriglohnland, aber wir haben ein großes Potenzial an Menschen.“ Nicht „rauchende Schlote“, sondern „rauchende Köpfe“ laute daher das Motto. „Wir haben in den letzten Jahren rund 600 Millionen in die Wissenschaftsstandorte Krems, Tulln, Wiener Neustadt und Klosterneuburg investiert“, betont Pröll. Bei der Eröffnung des UFT sagte er zu, dass in den nächsten fünf Jahren weitere 600 Millionen folgen sollen.
Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle zeigt sich begeistert von der Bauweise des UFT: „Sensationiell, bisher ist das eigentlich nur in Einfamilienhäusern üblich.“ Das Forschungszentrum kostete 64 Millionen Euro, wovon alleine 4 Millionen in Ökologie und Energieeffizienz investiert wurden. Der Energieverbrauch von 16 kWh/m? entspricht dem eines Niedrigenergiehauses.
Technologieministerin Doris Bures betonte, dass man in Österreich Forschungseinrichtungen wie in Tulln brauche; hier werde eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Forschung gelebt.
Bürgermeister Peter Eisenschenk beendete als Schuldirektor und Vater seine Begrüßungsworte mit: „Tulln hat seit heute ein UFT und das finden wir cool!“








