VON MATHIAS WAGNER
Das dritte Turnier in drei Wochen spielte Lucas Miedler in Prag. In der tschechischen Metropole holte er den Titel. Im Finale schlug er kurioserweise seinen Doppelpartner Daniel Valent aus der Schweiz in zwei Sätzen, obwohl er im ersten Satz weniger Punkte gewann. „Vor dem Match haben wir uns, wie jeden Tag, gemeinsam eingespielt, dann das Match bestritten und nachher wieder ganz normal geredet“, erzählte Miedler.
Gegen einen Lucky-Loser benötigte Miedler drei Sätze
Dabei hatte der Muckendorfer bereits in der ersten Runde ordentlich kämpfen müssen. Gegen den deutschen Lucky-Loser Raickovic dauerte es drei Sätze, bis Miedler als Sieger feststand. Nach einem glatten Sieg in Runde zwei stand er im Viertelfinale.
Mit dem Polen Szymon Walkow hatte Miedler vor allem zu Beginn Probleme. Nach einem schnellen 0:4 im ersten Satz kämpfte sich Miedler zurück ins Match und siegte am Ende, trotz schwacher Aufschlagleistung, nach etwa drei Stunden in drei Sätzen. Der Pole Majchrzak war im Halbfinale keine Hürde mehr auf dem Weg ins Finale und zum zweiten ITF-Einzel-Titel.
Nach drei Turnieren steht für die neue Nummer 118 der Welt eine Trainingswoche am Programm. Danach geht es in die Schweiz, wo Miedler topgesetzt sein wird. Gewinnt er auch dieses Turnier, könnte er in die Top-100 der Rangliste einziehen.
Bereits in zwei Wochen unter den Top-100 der Welt?
„Aber da mache ich mir keinen Stress, die Top-100 werde ich noch früh genug knacken!“
Übrigens darf Miedler nun behaupten, dass er weiter gekommen ist als Djokovic. Gemeint ist allerdings Djordje Djokovic (SRB), der Bruder des Weltranglisten-Ersten Novak, der ebenfalls am Turnier in Prag teilnahm und in Runde zwei scheiterte.
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