VON WOLFGANG STRITZL
Langenrohr steht unter Schock. Das Testspiel in Obergrafendorf am Samstag war von einer schweren Verletzung überschattet. Nach einem Zusammenstoß mit Libor Balaz in Minute 55 – es handelte sich um ein Kopfball-Duell, in dem auch Obergrafendorfs Legionär eine blutende Wunde davon trug – ging Christoph Baumühlner zu Boden.
„Christoph wollte erst gar nicht ins Krankenhaus“
Noch am Spielfeld wurde ihm ein Verband am Kopf angelegt, „gestützt von anderen Spielern konnte er sogar noch selber vom Platz gehen“, konnte Trainer Gustl Baumühlner den Ernst der Lage zu diesem Zeitpunkt freilich noch nicht abschätzen. Sein Neffe wurde – obwohl er das erst gar nicht wollte – mit der Rettung ins St. Pöltner Krankenhaus gebracht. Und das war gut so. Beim Nähen des tiefen Cuts über dem Auge fiel er ins Koma!
Am Montag wurde Christoph aus dem künstlichen Tiefschlaf geholt, erst der vierte Versuch war erfolgreich. Die Diagnose: Christoph Baumühlner hat ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten und sich eine Dehnung der Schädelnähte zugezogen! Kurz war sogar von einem Schädelbruch die Rede.
Zumindest in einer Hinsicht konnte Entwarnung gegeben werden: Es wurde kein Ödem, kein Blutgerinnsel festgestellt. Das Wichtigste: „Er wird hoffentlich keine Folgeschäden davon tragen!“
„Die Verletzung ist eine Katastrophe“
Für den Sportverein ist die Verletzung natürlich eine „Katastrophe“. Aber das Sportliche ist in der gegenwärtigen Situation ohnehin nur Nebensache.
Vater Leo Baumühlner berichtete am Montag nach seinem Besuch im Krankenhaus: „Christoph ist um 13 Uhr aufgewacht, es geht ihm den Umständen entsprechend. Sprechen kann er noch nicht. Morgen soll er von der Intensivstation entlassen werden können.“
Alle drücken dem jungen Mann die Daumen!






