VON WOLFGANG STRITZL
TULLN - ATZGERSDORF 29:29. Weinende Gesichter gab es bei den Tullner Mädls. Der Sieg schien schon in der Tasche. Riesengroß war der Jubel, als Beate Tataruch 20 Sekunden vor Schluss das vermeintlich entscheidende 29:28 erzielte.
Mit vollem Einsatz rettete der UHC den Vorsprung über die Zeit, Corinna Flandorfer kassierte im hektischen Finish eine Zwei-Minuten-Strafe, Beate Vizvary bekam mit der Schlusssirene Rot.
Indirekter Freiwurf von Mauer abgefälscht
Und dann passierte das, mit dem niemand gerechnet hatte. Monika Vanoca schritt zum indirekten Freiwurf – und traf! Der Ball wurde von der löchrigen Vier-Mann-Mauer abgefälscht. Torfrau Nadine Burkert, die zuvor gut gehalten hatte, konnte einem leid tun …
Plus vier drei Minuten vor Schluss
Nach einem Zwischenspurt von 23:24 auf 28:24 waren die zwei Punkte zum Greifen nahe. In dieser Phase zeigten die UHC-Mädls, was in ihnen steckt. Fünf verschiedene Schützen zeichneten für die fünf Tore in Folge verantwortlich – ein Beleg für die mannschaftliche Geschlossenheit. Besonders gefallen konnte Topscorerin Nicole Flandorfer, aber auch ihre Zwillingsschwester Bettina – beide hatten am linken Flügel eine hohe Trefferquote. Nervenstark auch Beate Tataruch, die bei engen Spielständen kühlen Kopf behielt! Überhaupt zeigte sich der UHC im Vergleich zur Auswärtsschlappe in Korneuburg stark verbessert.
Am 3. März „Endspiel“ gegen Feldkirch
Auch wenn es nur ein Punkt wurde: Dieser könnte noch viel wert sein. Schon am Samstag hat Tulln in Dornbirn den ersten Matchball im Kampf um den Klassenerhalt – aber selbst bei einer Niederlage noch immer alle Trümpfe in der Hand. Wenn am 3. März Schlusslicht Feldkirch bezwungen wird, stehen die Voralbergerinnen als Absteiger praktisch fest.






