VON DANIELA FILZ
WIENER NEUSTADT / Wiener Neustadts Staatsanwaltschaft hat eine neue leitende Staatsanwältin – Mag. Barbara Haider leitet nach der Pensionierung von Hofrat Mag. Werner Nußbaumer die Geschäfte. Die 45-Jährige war nach ihrer Richteramtsprüfung in Wien als Zivilrichterin tätig. Nach zehn Jahren als Staatsanwältin in Eisenstadt und sieben Jahren bei der Oberstaatsanwaltschaft in Wien hat sich die Lanzenkirchnerin nun für diese Position in ihrer Geburtsstadt beworben. „Ich kenne das Haus, ich war sowohl zur Ausbildung, als auch aushilfsweise hier“, erzählt Haider. Dass die Entscheidung neben ihren Mitbewerbern, darunter auch Mag. Johann Fuchs, auf sie fiel, freut sie. Haider wurde auch herzlich aufgenommen: „Das Klima hier ist angenehm, und die Leute arbeiten gut.“
In ihrer bisherigen Karriere musste die 45-Jährige schon die eine oder andere Hürde nehmen: „Das Verfahren rund um die Bank Burgenland hatte große öffentliche Aufmerksamkeit und war nicht so einfach.“ Aber auch in Wiener Neustadt hat sie mit Mega-Prozessen zu tun: „Der Libro-Prozess läuft sehr gut. Richterin Borns macht das sehr professionell.“ Beim Tierschützer-Prozess steht die Urteilsverkündung ins Haus, dazu traut sich Haider aber keine Prognose abzugeben.
Vor allem an der Zusammenarbeit mit den einzelnen Organisationen möchte die 45-Jährige verstärkt arbeiten: „Mein Stil ist es, das Gespräch mit den Leuten zu suchen.“ Selbst wird sie nicht mehr im Gerichtssaal stehen: „Ich bin für die Revisionstätigkeit zuständig und muss die Organisation am Laufen halten.“
Seit dem Amtsantritt von Haider am 1. März ist ein Staatsanwalt nicht mehr in Wiener Neustadt. Und zwar ihr Mitbewerber Mag. Johann Fuchs – er ist nun bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien. Gegenüber der NÖN erklärt er, dass diese Entscheidung aus privaten Gründen gefallen ist, und: „Den Libro-Prozess mache ich noch fertig.“


















