VON JOSEF KLEINRATH
WIENER NEUSTADT/HARBIN/PUER / Mit seinem Büroleiter Klaus Billwein war SPÖ-Bürgermeister Bernhard Müller jüngst wieder in China. Aus unterschiedlichen Anlässen: Erst ging es in die Partnerstadt Harbin im Nordosten Chinas, wo der neue Bürgermeister Song Xi Bin sein Amt angetreten hat. Danach trafen sie auf Roman Schärf und besichtigten mit ihm Kaffeeplantagen in der Stadt Puer.
Neustädter Kaffeeröster über die Möglichkeiten begeistert
In höchsten Tönen schwärmt Roman Schärf, nicht erst seit seinen Kaffeeanbau-Projekten in Costa Rica ein ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet, über die Möglichkeiten, die China in Sachen Kaffeeanbau bietet. „Ich habe tolle Anbaugebiete gefunden“, ist er begeistert, „die Gespräche mit Kleinbauern haben meine Erwartungen weit übertroffen.“ Schärf war übrigens in bester Gesellschaft auf der Suche nach Kaffeeplantagen: „Nestle und Starbucks waren auch dort.“ Der Wiener Neustädter Kaffeeröster (Schärf hat den alten Schlachthof mit seiner Daniel Moser-Rösterei neu belebt) sieht jetzt die Möglichkeit, seine Vision des Projektes von der Kaffeebohne bis zum letzten Kaffeetropfen in einem Land zu verwirklichen: in China. Mit dem Anbau im Süden. Und mit Röstereien und Kaffeehäusern im Wiener Stil (inklusive der in China so populären Wiener Musik) in der Neustädter Partnerstadt Harbin, aber auch in Peking und Shanghai. Ein ins Auge gefasster Partner für Harbin wurde aber schon ausgeschieden: „Wir brauchen jetzt einen chinesischen Partner, der das mit uns umsetzt.“ Und dass Kaffee in China ein Thema wird, davon ist Schärf überzeugt: „Kaffee ist in China, wo so viele Menschen Tee trinken, ein Zeichen des Aufstiegs. Wer ein I-Pad hat und Kaffee trinkt, hat es geschafft.“
Demnächst ist übrigens wieder eine Delegation aus Harbin in Wiener Neustadt: Sechs Frauen kommen vom 7. bis 9. März zur Frauentagsfeier.






