VON MATHIAS SCHRANZ
WIENER NEUSTADT / Der Feuerteufel der WBO-Bauten wird mutiger: Denn bisher gab es immer in der Nacht Alarm, am Sonntag Nachmittag brannte es in der Siedlung erneut – diesmal bei Tageslicht. Beim jüngsten Brandanschlag waren Müllcontainer an der Grazer Straße betroffen. Eine Passantin hatte das Feuer kurz vor 16 Uhr bemerkt, die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen, verletzt wurde niemand, die Polizei geht davon aus, dass es sich um denselben Täter wie bei den sechs anderen Bandstiftungen zuvor handelt.
Damit brannten bisher zwei Kellerabteile und vier Müllinseln. Und wie sich in der Vorwoche herausstellte, könnten es auch schon drei Keller gewesen sein. Denn im Keller eines Blocks der Salzermühlgasse dürfte ein Brandanschlag fehlgeschlagen sein. Dort dürfte der unbekannte Brandstifter versucht haben, das Abteil mit einer in Brand gesetzten Socke anzuzünden, was aber misslang. Unklar ist, wann der Versuch gestartet wurde, denn die angesengte Socke dürfte erst Tage danach gefunden worden sein. Die Bewohner der Siedlung haben nach wie vor Augen und Ohren offen, immer wieder werden der Polizei verdächtige Vorkommnisse gemeldet, bestätigt Hermann Hutter, Kommandant der Polizeiinspektion Josefstadt. Kein Wunder, denn der Verdacht liegt nahe, dass der Brandstifter aus den eigenen Reihen kommt, denn Zugang zu den Kellerabteilen bekommt man nur mit einem hauseigenen Schlüssel.





