Ratingagenturen haben in den vergangenen Wochen immer wieder die Schlagzeilen beherrscht. Vor allem deshalb, weil einige Euro-Länder, darunter auch Österreich, etwa von „Standard & Poor’s“ abgestuft worden sind.Die Hypo NÖ-Gruppe hingegen konnte im vergangenen Herbst ihren Ausblick von „negativ“ auf „stabil“ steigern, als eine von ganz wenigen Banken. Und dieses Rating wurde nun, trotz der geänderten Rahmenbedingungen durch die Abstufung Österreichs, neuerlich bestätigt. Ausschlaggebend dafür: Gute Kapital- und Ertragskennzahlen und angemessenes Risikoprofil. Sehr zur Freude des Unternehmens, das damit die Strategie der Bank bestätigt sieht. Und auch zur Freude des Eigentümers, des Landes Niederösterreich.
Was wiederum ganz und gar nicht mit der Einschätzung von SPÖ-Bürgermeister Bernhard Müller einhergeht, der den Aufsichtsrat dieses Geldinstitutes verlassen hat, mit dem die Stadt das 100-Millionen-Euro-Geschäft Ausgliederung der Gemeindewohnungen abgewickelt hat. Ihm war die Geschäftsausrichtung zu riskant erschienen. Eine Fehleinschätzung, wie jetzt schwarz auf weiß vorliegt.
j.kleinrath@noen.at







