VON GOTTFRIED SENGSTSCHMID
Das StraussArt Octett debütierte in „seinem“ Stadtmuseum mit gewohnt facettenreichen und harmonisch klingenden, „hausgemachten“ Arrangements für Klavier, Streichquintett, Flöte und Klarinette (Michael und Maria Salamon, A. Holzhofer, K. Krones, S. Teufert, B. Gruber, M. Hackl und C. Gschwandtner). So hörte man u.a. vom „Walzerkönig“ neben Kurzweiligem auch die überlangen „Geschichten aus dem Wiener Wald“ (tut mir Leid!) und von Kreisler dessen drei Tanzweisen ohne Schmalz. Dazu kam Schräges von Salamon Vater („Scherzo-Valse“) und Tochter („Rathezkie“ wieder einmal) sowie von Gast-Arrangeur H. Laszakovits die Uraufführung einer Paraphrase über „Wiener Blut“: sein „S ganze Bluat von Wean“ als variantenreiche Rhapsodie in Blut von einem Burgenländer in St. Marx.
P.S. Dass im neuen Ensemblenamen der Herkunftsort fehlt und die Sträuße auch im Programmzettel ihr „ß“ durch das angelsächsische „ss“ einbüßten, ist schade.
Da tröstet mich jener Kalauer aus der Zeit der Kontroversen um Wagner und die Moderne: Wenn schon Richard – dann Strauss, wenn schon Strauss – dann Johann!
Die ständigen Ensemblemitglieder ohne die beiden Einspringerinnen beim Silvesterkonzert: Katharina Krones statt Franziska Feuerstein und Carmen Gschwandtner statt Christine Ferstler.
ZVG







