VON MICHAEL WELLER
„Kalt und anstrengend“ – mit diesen Worten brachte Martin Zach seine Erfahrungen bei der Fulda Challenge im Yukon Territorium auf den Punkt. Der Wiener Neustädter absolvierte den wohl härtesten Zehnkampf der Welt im eisigen Nordkanada als Viertbester sowohl in der Herren-Einzelwertung als auch im Team mit seiner Mannschaftskameradin Angelika Hohenwarter aus Kärnten.
„Sogar die Augen frieren in wenigen Sekunden zu“
Nach seiner Rückkehr erzählte er im NÖN-Gespräch über die harten Bedingungen während der Wettkämpfe.
„Körperlich war es gar nicht so anstrengend, aber die Kälte machte alles extrem schwer“, erinnert sich Zach an sein Abenteuer im Eis zurück. „Vor allem atemtechnisch war es furchtbar, bei jedem Luftholen hat es wie mit tausend Nadeln in der Lunge gestochen. Wenn man sein Gesicht ungeschützt hatte, froren innerhalb weniger Sekunden die Wimpern und sogar die Augen selbst zu. Ohne unsere perfekte Ausrüstung hätten wir alle Erfrierungen davongetragen.“
Die größte körperliche Herausforderung war für Zach der 13 Kilometer lange Langlauf bei minus 22 Grad. „Wir hatten starken Gegenwind, der alles noch kälter machte. Meine Augen froren zu, da ich keine Skibrille verwenden konnte. Die war innen sofort vereist und am Abend hatte ich mir eine Bindehautentzündung zugezogen.“ Auch der letzte Bewerb forderte dem Wiener Neustädter alles ab. Bei einer Canyon-Überquerung auf einem Seil hatte Zach aufgrund der Kälte große Probleme mit seinen Fingern und auf seinen Wangen hatten sich Eisblasen gebildet – zu seinem Glück waren es keine echten Erfrierungen.
Missen möchte Martin Zach dieses Extrem-Abenteuer dennoch nicht: „Es war eine großartige Herausforderung. Wenn ich könnte, würde ich jederzeit wieder mitmachen. Allein das Driften mit dem Auto bei 120 Stundenkilometern auf den gefrorenen Seen war eine tolle Erfahrung.“






