VON PETER GRUBER
„Dabei sein ist alles“ – das olympische Motto, das deutlich freundlichere neben dem verbissenen „Höher, schneller und weiter“. Uneingeschränkt hatte es für die 17-jährige Wiener Neustädterin Noemi Prosenz schon vor der Abreise zu den ersten Jugend-Winterspielen nach Innsbruck nicht gegolten. „Uns ist eine Medaille durchaus zuzutrauen und das haben wir uns als Mannschaft auch zum Ziel gesetzt“, meinte die Verteidigerin des österreichischen Damen-Eishockey-Teams im NÖN-Gespräch.
Und sie sollte Recht behalten. Nach einem 9:0 gegen die Slowakei und einem 8:1 gegen Kasachstan mussten die Hockey-Mädels nur eine Vorrundenniederlage einstecken – 0:3 gegen Turnierfavorit Schweden. Mit einem 2:0-Erfolg über Deutschland im Halbfinale zog Österreich ins Endspiel ein. Wo wieder Schweden wartete. Österreich verlor mit 0:3 (0:1/0:1/0:1). Prosenz war in allen Spielen dabei.
„Unglaubliche“ Eröffnung, gesammelte Eindrücke
Über ihren Vater war sie zum Eishockey gekommen, auch Bruder Laurin spielt mit dem U13-Nationalteam international. Bei den Wiener Neustädter Mad Dogs hatte Prosenz begonnen, derzeit spielt sie beim EHV Sabres und konnte 2010/11 den ersten Platz in der European Women Hockey League feiern.
Von den Youth Olympic Games zeigt sie sich schwer begeistert. Aus sportlicher Sicht, auch wenn es – so Prosenz – „immer etwas zu verbessern gibt.“ Vor allem aber wegen der einzigartigen Erfahrung. Schon die stimmungsvolle Eröffnungsfeier sei „einfach unglaublich gewesen“ – trotz des Versprechers der Skifahrerin Christina Ager beim olympischen Eid. „Und während der Spiele sammelt man so viele Eindrücke, lernt so viele Sportler kennen, einfach toll“, erzählt Prosenz.
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