VON ERNST KLEMENT
NÖN: Die Fertigstellung des Wassernetzes war ein wichtiges Projekt. Bringt sie einen Aufschwung in Laaben?
Lintner: Ohne Wasser, kein Leben. Wasser ist die Grundvoraussetzung für die Entwicklung eines Ortes. Zum Glück konnten wir 2005 gemeinsam mit der EVN die Wasserversorgung beginnen und nun versorgt ein 18 Kilometer langes Wassernetz die Bevölkerung von Laaben.
NÖN: Was waren weitere Schwerpunkte?
Lintner: Wir haben nicht nur das Wassernetz, sondern auch das Kanalnetz fertiggestellt, dazu Gasleitungen gebaut und Internetleitungen geschaffen. Seither sind 24 Einfamilienhäuser gebaut worden und wir haben 50 neue Hauptwohnsitzer gewonnen. Jetzt können wir auch mit Betriebsansiedelungen beginnen. Auf den Gnant-Gründen entsteht schon ein Betriebsgebiet mit einer Gärtnerei, einem Installateurbetrieb und einer Möbelfirma.
NÖN: Beim Hochwasserschutz hat sich jahrelang nichts getan?
Lintner: Hier liegen schon seit 1997 vom Hochwasserschutz Pläne vor, die heuer verwirklicht werden. Im Ortszentrum wird es bauliche Maßnahmen geben, sodass der Abfluss der Wassermassen wesentlich verbessert wird und keine Häuser mehr überschwemmt werden.
NÖN: Auch der Bauhof ist ein lang diskutiertes Thema …
Lintner: Seit 1989 diskutieren wir darüber, im Sommer 2012 ist auf den Gnant-Gründen Baubeginn.
NÖN: Wann wird der Kindergartenneubau fertig?
Lintner: Der neue dreigruppige Kindergarten wurde in einem Jahr gebaut und wir sind mit 150.000 Euro unter den geplanten Kosten. In den Semesterferien wird bereits übersiedelt und ab dem neuen Semester sind die Kinder im neuen Kindergarten.
NÖN: Ein leidiges Thema, Probleme mit dem Gemeindesekretär, konnten Sie beenden.
Lintner: Hier war es notwendig, einen Austausch vorzunehmen. Nun haben wir ein tolles Team am Gemeindeamt, das perfekte Arbeit leistet und auch die Bevölkerung geht wieder gerne aufs Gemeindeamt.
NÖN: Sie fordern von den Gemeinderäten einen Arbeitsnachweis ein. Was steckt dahinter?
Lintner: Die Gemeinderäte werden von der öffentlichen Hand bezahlt, daher hat die Öffentlichkeit auch ein Recht zu erfahren, was ihre Leistung ist. Ich will das mit einem monatlichen vierstündigen Arbeitsnachweis transparenter machen.
NÖN: Das kann aber auch die Mitarbeit in einem Verein sein?
Lintner: Natürlich, in Laaben haben die Vereine Schwierigkeiten, Funktionäre zu finden, die Verantwortung übernehmen, wie etwa beim Seniorenbund. Hier ist ein großer gefragter Arbeitsbereich für Gemeinderäte. Daher bin ich auch für die Beibehaltung von 19 Gemeinderäten.
NÖN: Von SPÖ und FPÖ hört man seit der Gemeinderatswahl nichts mehr. Ist dieser Kuschelkurs nicht unangenehm?
Lintner: Ich informiere beide Oppositionsparteien über alle Projekte ausführlich, daher nehme ich ihnen den Wind für Angriffe aus den Segeln. Ich würde das nicht Kuschelkurs sondern perfekte Zusammenarbeit nennen.
NÖN: Sie sind seit 2004 Bürgermeister und haben noch viele Pläne?
Lintner: Das Gestalten und Umsetzen von Projekten macht mir viel Freude, da ich ein Mensch bin, der gestalten will. Mit dieser Freude gehe ich jeden Tag aufs Gemeindeamt.






