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31.01.2012 | 00:00 |
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Prozess wegen Verbotsgesetz

SCHWURGERICHT / Die Gruppe „Nationaler Widerstand“ gründete ein 32-Jähriger auf der Internetplattform Facebook. Schuldig zur Wiederbetätigung bekennt er sich nicht.

VON CLAUDIA STÖCKLÖCKER

WIENERWALD /  Germanische Religion gefällt ihm, „cool“ findet er ein Bild von einem Hitlerjungen mit Hakenkreuz und T-Shirts mit der Aufschrift „Ruhm und Ehre der Wehrmacht“. Das Verbrechen nach dem Verbotsgesetz wird einem 32-Jährigen vorgeworfen. Ein bis zehn Jahre Strafe drohen. Brauner Sumpf? Nein! Davor habe er Abscheu, sagt er und leugnet.

Rechte Postings und  Abbildungen auf Facebook

2010 eröffnete der Monteur aus dem Wienerwald auf Facebook einen Account, postete dort, so Ankläger Mag. Patrick Hinterleitner im Prozess am Landesgericht St. Pölten, rechtes Gedankengut und gründete die Gruppe „Nationaler Widerstand.“ Warum? „Das hat keinen Hintergrund“, erklärt der 32-Jährige. „Das hab’ ich g’macht, und zehn Minuten später war’s mir auch schon wieder wurscht. Ich hab’ gesehen, da gibt’s Leiberl, da steht das drauf. Das hat mir gefallen. Ich wollt’ schauen, wie viele Leute dazugehen.“ Welche? „Keine Ahnung.“

Gepostet hat der 32-Jährige: „Es ist Zeit, Farbe zu bekennen.“ Welche? Schweigen. Und was er mit „Unsere Bewegung ist nicht mehr aufzuhalten“ meint? Achselzucken. Sein Anwalt erklärt’s: „Er meint den demokratischen Fortschritt.“

„Richtige Helden und  g’rschöpfte Österreicher“

Für den Nationalsozialismus interessiere sich der 32-Jährige nicht. Aber für den Zweiten Weltkrieg. Sein Urgroßvater wäre damals in Russland gewesen. Die Oma habe ihm davon oft erzählt. „Das waren richtige Helden“, sagt er. Politisch aktiv sei er nicht. „Ich wähle“, sagt er. FPÖ stand bei seiner politischen Gesinnung im sozialen Netzwerk. „I bin Österreicher. Und mir ist des net wurscht, wenn da alle reinkommen, die nix zahlen, sich nur Papiere holen und holladaro.“ Schließlich müsse man was tun, „damit die Leute die für Österreich sind, nicht immer mehr g’schröpft werden“, meint er.

Psychotest im Internet:  „How Nazi are you?“

W.O.T.A.N. stand auf Facebook bei der religiösen Gesinnung. „Das ist ein Gott.“ Bedeutet aber auch etwas anderes. „Will of the aryan nation“ – „Wille der arischen Nation“, weiß der Staatsanwalt. Auch Pychotests, wie: „Welche verstorbene Seele wohnt in dir?“, bot der 32-Jährige an. Den Test hat er selbst gemacht. Ergebnis: Adolf Hitler. „Bin enttäuscht“, schrieb er übers Resultat von „How Nazi are you?“ Mit nur 99 Prozent verpasste er knapp den Höchstwert. „Eigentlich sollten es hundert sein“, teilte er Freunden mit.

Auto des Angeklagten  zierten Nazisymbole

Die „Schwarze Sonne“, ein verdecktes SS-Symbol, hat er auf die Hand tätowiert, bis vor zwei Monaten trug er noch Glatze. Mit Skinheads habe er aber nichts am Hut. „Des san alles Heisln! De braucht keiner.“ Sein Auto zierte er mit Symbolen. Ein Hakenkreuzorden baumelte am Rückspiegel, am Heck prangten 14/88, der Glaubenssatz weißer Neonazis und Rassisten und das Kürzel für Heil Hitler, ein „Kraft durch Freude“-Aufkleber und ein Keltenkreuz. Warum das Kreuz? „Weil es leicht auszuschneiden war.“ Dass die Pickerl nicht strafbar, „sondern nur hart an der Grenze“ seien, habe ihm ein Polizist gesagt. Der Exekutivbeamte soll befragt werden. Der Prozess wurde vertagt.





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Fink (1101)
31.01.2012 22:10

(0)
Die Pein der Peinlichen-Befragung
*
http://de.wikipedia.org/wiki/Peinliche_Befragung
31.01.2012 21:12

(0)
Nationaler Widerstand
Germanische Religion gefällt ihm. Was ist daran schlimm?. An sich sind wir eine keltische Region; aber wenn es ihm gefällt...
Brauner Sumpf? Was ist daran so unglaubwürdig? Die wenigsten Jugentlichen haben wirlich eine Ahnung was sich damals abgespielt hat.
Was ist gegen „Nationaler Widerstand“ einzuwenden? Nationalismus gibt es in Italien, Frankreich, Spanien, Russland usw. Das allein kann doch nicht strafbar sein...
„Richtige Helden und g’rschöpfte Österreicher“ . Das ist ja nicht unbedingt die Unwahrheit...
„Es ist Zeit, Farbe zu bekennen.“ Damit hat er sicher unsere Politiker gemeint! Doch werden genau diese Leute immer andere Blöde finden. Z.B. den österreichischen Steuerzahler...
„Unsere Bewegung ist nicht mehr aufzuhalten“ . Damit meinte er sicher das österreichische Volk. Und damit liegt er 100% falsch. Wir sind und bleiben die „Blöden“.
„Er meint den demokratischen Fortschritt.“ Dieser Illusion geben sich viele Jugendliche hin; doch irgend wann kommen sie auch zur Einsicht, dass wir in einer „Scheindemokratie“ leben...
Bis zu diesem Zeitpunkt fällt die FPÖ nicht unter das Wiederbetätigungsgesetz. Hat er damit die Unwahrheit gesagt?
W.O.T.A.N. „Das ist ein Gott.“ Leute, die sich mit „verstobenen Seelen“ befassen. Das ist aber eher ein Fall für die Psychiatrie...
Auto des Angeklagten zierten Nazisymbole, Die „Schwarze Sonne“, ein verdecktes SS-Symbol, hat er auf die Hand tätowiert, bis vor zwei Monaten trug er noch Glatze. Mit Skinheads habe er aber nichts am Hut. Ein Hakenkreuzorden baumelte am Rückspiegel, am Heck prangten 14/88, der Glaubenssatz weißer Neonazis und Rassisten und das Kürzel für Heil Hitler, ein „Kraft durch Freude“-Aufkleber und ein Keltenkreuz. Da frage ich mich, wo ich beginnen soll. Eindeutig hat der abgebildete Orden keinen Sinn auf einen Rückspiegel. Doch soweit ich informiert bin, dürfen doch verliehene Orden getragen werden? Die Schwarze Sonne ist ein Symbol, das aus zwölf in Ringform gefassten gespiegeltenSiegrunen oder einem zwölfarmigen Hakenkreuz besteht. Das Symbol selbst sehe ich als „Geschmackssache“. Und der ist sicher nicht der Meine. Das Keltenkreiz ist aber sicher „kein“ Nazisymbol.
Sollte man nicht unbedingt in das rechte Eck platzieren. Ist es nicht die Unzufridenheit mit dem, was man unserer Jugend als „Demokratie“ verkaufen möchte....
  Johannes (78)
03.02.2012 06:48

(0)
Sie sollten Strafverteidiger werden ...
... in der Kategorie Winkeladvokat. "Nein, mein Mandant hat nicht zugeschlagen, es war ein unglücklicher Zufall, er wollte sich nur den Hinterkopf kratzen".


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