VON BEATE RIEDL
NEULENGBACH / „Wir haben im Vorjahr besonderes Augenmerk auf den Schwerverkehr gelegt“, erinnert sich der Neulengbacher Postenkommandant Josef Fritz an das Jahr 2011 (siehe Infobox). Ein bis zwei Mal pro Monat kam der Prüfzug des Landes nach Neulengbach, auch zusätzlich wurden Kontrollen durchgeführt. Dabei zeigte sich ein schlimmes Bild: 140 technische Mängel bei den Lkws, 223 Lenker wurden wegen Nichteinhaltung der Lenkzeiten angezeigt und 56 waren gravierend überladen. „Denjenigen mit geringer Überladung wurde ein Organmandat ausgestellt, die sind da nicht dabei“, weiß Fritz. „Da sieht man erst, was sich auf unseren Straßen abspielt“, ist er entsetzt über die vielen Übertretungen bei den schweren Fahrzeugen.
Fritz erinnert sich auch an zwei besonders tragische Ereignisse 2011: Bei einem Unfall in Asperhofen kam ein 62-jähriger Landwirt aus Asperhofen ums Leben, ein Arbeitsunfall in Maria Anzbach, bei dem ein Bagger umstürzte, forderte zwei Menschenleben (die NÖN berichtete). „Für die Witwe und die Kinder des Böheimkirchners haben wir auch eine Spendenaktion initiiert“, so der Postenkommandant.
Erfreulich hingegen ist für ihn, dass die Einbrüche zurückgegangen sind und auch immer wieder Fälle aufgrund der guten Tatortarbeit der Neulengbacher Beamten aufgeklärt werden. „Viele Spuren wurden gesichert, durch langwierige Erhebungen werden dann Fälle geklärt“, so Fritz.
Aufsehenerregend waren für ihn Diebstähle im Lagerhaus in Neulengbach, wo ein Maurer aus der Region und der Sohn seiner Lebensgefährtin zugelangt haben, sie tankten „gratis“ und ließen Ofen, Werkzeug und Baumaterial mitgehen. Der Schaden belief sich auf rund 20.000 Euro. Er konnte ausgeforscht werden.
Für Fritz wird das die letzte Bilanz gewesen sein, immerhin kann er im Oktober seinen wohlverdienten Ruhestand antreten. Ein Nachfolger steht bislang noch nicht fest.






