VON CLAUS STUMPFER
NÖN: Vor eineinhalb Jahren wurde die Nachwuchsspielgemeinschaft Wienerwald mit dem Ziel gegründet, möglichst bald mit etlichen Mannschaften im oberen Play-off, vielleicht sogar in der Landesliga mitzuspielen. Davon ist man aber doch noch weit entfernt. Sehen Sie das Projekt noch im Plan?
Horn: Es stimmt, dass wir von unserem Ziel noch einige Schritte entfernt sind, doch durch eine weitere kontinuierliche, gute Zusammenarbeit der vier beteiligten Vereine Maria Anzbach, Eichgraben, Altlengbach und Schönfeld im Jugendbereich sollten wir es in nächster Zukunft doch erreichen. Speziell in der Trainerfrage müssen wir schauen, dass wir unseren Nachwuchsspielern rasch noch besser ausgebildete Betreuer zur Verfügung stellen können. Die Trainer brauchen aber auch die Unterstützung aller Jugendleiter und der Eltern. Denn nur dann, wenn das Gesamtpaket stimmt, haben unsere Kinder eine Chance auf eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung mit einer guten fußballerischen Ausbildung. Und davon sollten am Ende auch die Vereine profitieren.
NÖN: Die U 18 weist den größten Kader auf und hat hinter den zwei Landesligaabsteigern Rang drei erreicht. Ist da schon Spielermaterial für die Kampfmannschaften dabei?
Horn: Einige Spieler haben schon in den jeweiligen Kampfmannschaften und Reserven ihrer Heimvereine mitgespielt, weshalb die U 18 auch nicht immer in Bestbesetzung antreten konnte. Das wiederum hatte aber den Vorteil, dass viele Spieler eingesetzt worden sind, was sich dann auch positiv auf die Trainingsbeteiligung ausgewirkt hat.
NÖN: Wie sind die Nachwuchsspiele der SG vom Publikum aufgenommen worden? Ist das Interesse jetzt größer als früher, wo alle Vereine ihr eigenes Süppchen gekocht haben?
Horn: Da hat sich nicht viel verändert. Die Heimspiele wurden auf die Vereine Altlengbach, Maria Anzbach und Eichgraben aufgeteilt und waren gut besucht.
NÖN: Die U 15 ist im Frühjahr noch Gruppensieger geworden. Warum konnte sie im Herbst nicht anschließen?
Horn: Einige Spieler haben mit dem Schulwechsel gekämpft, weshalb der vierte Platz angesichts der Umstände nicht so schlecht ist. Diese Mannschaft besteht nur aus Spielern von Altlengbach und Maria Anzbach, die sicher Potenzial für mehr haben. Die U 14 war da doch größeres Problem. Zu Beginn der Herbstmeisterschaft hatten wir nur acht Spieler zur Verfügung, aber durch eine gemeinsame Anstrengung der Vereine Eichgraben, Altlengbach und Maria Anzbach können wir jetzt wieder auf 18 Kicker zurückgreifen. Im Herbst gab es zwar nur den sechsten Platz, aber wir sehen die Frühjahrsmeisterschaft als Neubeginn der Mannschaft und konzentrieren und voll darauf eine Verbesserung zu erzielen.
NÖN: Was sagen Sie als Obmann von Anzbach dazu, dass die U 13 ohne einen Spieler von ihrem Verein als Dritter am positivsten überrascht hat?
Horn: Ich freue mich, auch wenn da nur Spieler aus Eichgraben und Altlengbach im Einsatz waren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wie Umstellung aufs Großfeld, das ungewohnte Zusammenspiel mit neuen Mannschaftskollegen und auch die Abstimmung mit einem neuen Trainerteam, hat sich alles sehr gut entwickelt. Ein gutes Mannschaftsgefüge, motivierte Trainer, die auch nebenbei noch viel mit der Mannschaft unternehmen und viele Eltern, die immer dabei sind, bestätigen uns, dass die Spielgemeinschaft der richtige Weg ist. Der gute dritte Platz lässt für das Frühjahr jedenfalls doch einiges erhoffen!
NÖN: Ursprünglich sollte die Spielgemeinschaft nur Großfeldmannschaften umfassen, jetzt gibt es aber auch eine U 12. Wie kam es dazu?
Horn: Die Mannschaft hat sich aus der Not heraus gegründet! Da weder Altlengbach noch Maria Anzbach genug Kinder für eine eigene U 12 hatten, wurde auch hier der gemeinsame Weg gesucht. Dadurch konnten wir die Kinder beim Fußball halten und schon gute Aufbauarbeit für eine U 13 im kommenden Jahr leisten.
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