VON STEFAN HACKL
YBBSTAL / Während die Radweg-Befürworter dieser Tage gespannt auf den Auflassungsbescheid für die Ybbstalbahn warten, stemmen sich die Bahnfreunde noch einmal mit aller Kraft gegen das endgültige Aus der Traditionsstrecke.
Diesen Freitag, 9. September, organisieren sie beim Bruckwirt in Opponitz eine Diskussion, an der neben dem Südtiroler Bürgermeister Walter Weiss und dem Wiener Wissenschaftler Harald Frey auch ein großes Kaliber der europäischen Politik teilnimmt: Ex-EU-Kommissar Franz Fischler (ÖVP) spricht ab 14 Uhr über „Regionen aus europäischer Sicht“. Die Veranstaltung trägt den vielsagenden Titel „ZUGkunft“, der Eintritt ist frei.
Die Ybbstalbahn-Entwicklungsgemeinschaft (YEG) will dabei einmal mehr die Werbetrommel für ein Miteinander von Bahn und Radweg in der Region rühren. Einen Vorgeschmack gaben die Aktivsten am vergangenen Wochenende, als sie beim „Bahnhofsfest“ in Ybbsitz ihr Maskottchen „FYBBS“ vorstellten. Die Maus ist an den Ötscherbären der Mariazellerbahn angelehnt. Auch das Unkraut-Spritzgerät, dessen Einsatz auf Bahnabschnitten in St. Georgen am Reith für arge Verstimmungen gesorgt hatte, wurde in Ybbsitz vorgeführt. „Wir haben es vor drei Wochen für die NÖLB (Anm. Betreiber der Bergstrecke) zwischen Kienberg und Lunz eingesetzt. Das Mittel verdünnen wir im Verhältnis 1:100. Es braucht laut BH Scheibbs keine Genehmigung“, erklärt Herbert Marko.
Als „Direktor“ des Eisenbahnmuseums Ybbsitz hatte er am Samstag doppelten Grund zur Freude: Marko nahm mit der Reither Wirtin Felicitas Prosini den 20.000sten Gast seit der Landesausstellung 2007 in Waidhofen in Empfang.






