VON S. HACKL UND H. HIRTENLEHNER
YBBSTAL / 2003 zog Franz Gratzer überraschend in den NÖ Landtag ein, 2013 wird der Hollensteiner Bürgermeister nicht mehr als Spitzenkandidat der Sozialdemokraten im Bezirk Amstetten in die Wahlauseinandersetzung gehen. „Meine persönliche Entscheidung ist klar. Ich werde nicht mehr kandidieren“, verriet der Landtagsabgeordnete am Sonntagabend im NÖN-Telefonat.
Den endgültigen Entschluss fasste Gratzer am vergangenen Wochenende - nach seiner Feier zum 60. Geburtstag am Königsberg. Noch im Herbst hatte er die Frage einer neuerlichen Kandidatur stets offen gelassen. „Es war eine sehr schöne Feier, die mir deutlich gemacht hat, was alles in den vergangenen Jahren geschafft worden ist. Es war eine schöne Zeit. Aber ich möchte jetzt für den Nächsten Platz machen“, so Gratzer. Er ziehe sich in gutem Einvernehmen und nicht aus Frust zurück.
Bis zum Ende der Legislaturperiode wird Franz Gratzer jedoch im Landtag bleiben, weiter wird er auch als Tourismussprecher seiner Partei fungieren.
Als Bürgermeister bleibt er ebenfalls im Amt: „Wenn ich gesund bleibe und die Umgebung passt, bin ich das gerne bis 2015“, sagt er. Wer die Bezirks-SPÖ in die Landtagswahl 2013 führt, steht indes noch nicht fest.
Schon diese Woche tagen darüber laut der Bezirksvorsitzenden Ulrike Königsberger-Ludwig die Parteigremien. Man müsse Gratzers Entscheidung respektieren: „Ich möchte mich bei ihm für seine Arbeit bedanken“, sagt die Amstettnerin.
In der Nachfolgefrage ist für Köngsberger-Ludwig eines entscheidend: „Dass der Kandidat oder die Kandidatin größtmögliche Zustimmung unter den Funktionären erfährt.“







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