Naturverbunden, familienfreundlich, 40, sucht bodenständigen Partner mit Liebe zum Sport und gut gefüllter Brieftasche. So könnte eine Kontaktanzeige lauten, mit der das Skigebiet Königsberg vier Jahrzehnte nach seinem ersten Betriebstag um einen neuen Eigentümer wirbt.
Ende März wird der Wiener Unternehmer Klaus Stepan nach zehn Jahren sein Hollen steiner Ski-Abenteuer beenden. Er hat schon im Vorjahr bekannt gegeben, die Lifte 2012 fix zu verkaufen. Seine Ankündigung wurde damals aber offenbar nicht ernst genug genommen. Jetzt ist plötzlich Feuer am Dach: Mit den bisherigen Interessenten kam Stepan noch auf keinen grünen Zweig. Dass sich beide Ybbstaler Abgeordnete, Franz Gratzer (SPÖ) und Anton Kasser (ÖVP), - freilich mit unterschiedlichen Vorgangsweisen - für den Erhalt stark machen, kann nur gut sein.
Außer Streit steht, dass der Königsberg für den Bezirk Amstetten eine wichtige Rolle einnimmt. Kinder aus dem „Flachland“ ziehen hier ihre ersten Spuren in den Schnee, bis zu 50.000 Gäste kommen im Winter. Der Königsberg als verschmähte Braut - das wäre für die Region kein Ruhmesblatt.
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