VON LEO LUGMAYR
WAIDHOFEN / Ihre Funktion hat die Filterbauhalle längst eingebüßt. Die Inhaber der daraus erwachsenen Firma „duomet“ haben im Wirtschaftspark Ybbstal „das Weite“ gesucht.
Ein letztes Mal war der ausgehöhlte Komplex Bühne für Produktivität: musikalisches Schaffen. Und siehe da: Die Ästhetik der leer geräumten Maschinenhalle machte Staunen, die Akustik überraschte Skeptiker.
Auf Einladung der „duomet“-Geschäftsführer Willibald Hilbinger und Harald Schnetzinger adaptierte „Projekt:natur“-Inten dant Mag. Thomas Bieber den kargen Raum für eine Inszenierung des „Gold.Berg.Werks“. Ein Stück, das nach der Vorstellung des Komponisten und Friedrich-Cerha-Schülers Karlheinz Essl gerade in industriellem Ambiente wohl platziert ist.
Zwischen den neu arrangierten Sätzen von Bachs „Goldberg- Variationen“ spannte Essl elektronische Klangbrücken, deren Tragfähigkeit Klassik und Moderne passieren ließ, und deren Elastizität das Streichertrio „ein. klang.wien“ mit der suggestiven Kraft des Essl-Sphärenklangs zusammenführte. Sorgsam ummantelte Essl die wogende Kammermusikalität mit schwebenden Klangprojektionen, die sich in die Sparren des Dachstuhls einzunisten schienen.







