VON MICHAEL SALZER
NÖN: Sie haben das Facebook-Bilderalbum „Alte Ansichten von Zwettl“ ins Leben gerufen. Worum geht es dabei?
Werner Leitner: Ich sammle schon seit langer Zeit alte Postkarten und Fotos, habe eines Tages damit begonnen, jene von meiner Heimatstadt Zwettl einzuscannen und auf Facebook zu veröffentlichen. Mittlerweile stehen schon 400 Bilder online, dazu kommen noch um die hundert, die andere Leute reingestellt. Vielen Dank dafür! Zu Beginn hätte ich nie gedacht, dass ich soviele Rückmeldungen bekommen würde. Es ist kaum zu glauben, aber es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwer bei einem der Bilder etwas dazu schreibt.
NÖN: Zu welchem Bild gibt es die meisten Antworten?
Leitner: Komischerweise zu dem von der früheren Eigl-Tankstelle am Neuen Markt, es stammt aus den Sechziger-Jahren. Warum, das kann ich auch nicht genau sagen. Vielleicht, weil sich die meisten Leute noch daran erinnern können.
NÖN: Gibt es auch Antworten aus fernen Ländern?
Leitner: Natürlich, die kommen von überall – Russland, Südafrika, Australien, Kanada, usw. Es handelt sich großteils um Zwettler, die ausgewandert und auf der ganzen Welt verstreut sind. Mit einigen davon kommuniziere ich regelmäßig.
NÖN: Welche Karten sind besonders interessant bzw. wertvoll?
Leitner: Das nachweislich älteste Stück meiner Sammlung ist eine Lithographie mit vier kleinen Bildern von Zwettl und stammt aus dem Jahr 1898. Eine weitere ist datiert mit 1906, zeigt das Cafe Süd und ein Wirtshaus am Neuen Markt.







