VON MICHAEL SALZER
ZWETTL HURRICANES - HAWKS ST. PÖLTEN 5:3. Nachdem sie in der Vorwoche im letzten Moment noch das Ticket fürs Meister Play off gelöst hatten, schafften die Hurricanes im ersten Spiel der Halbfinal-Serie am Samstag die Sensation, bezwangen den Sieger des Grunddurchgangs aus St. Pölten – und zwar alles andere als glücklich, sondern aufgrund der starken Gesamtleistung und der besseren Chancen hochverdient!
Nach der 3:5-Pleite vom 29. Dezember hatten die Zwettler ihre Lektion gelernt und starteten vollkonzentriert in die Partie, in der elften Minute schoss Markus Amsüss aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung ein. Vier Minuten später drückte Achim Mayerhofer die Scheibe über die Torlinie und erhöhte auf 2:0 für die Waldviertler, dann mussten die Landeshauptstädter den nächsten Rückschlag hinnehmen: Nach einem scheinbar harmlosen Zweikampf blieb Thomas Braun liegen – er zog sich einen Bänderriss im Knöchel zu und musste mit dem Notarztwagen von der Eisfläche transportiert werden. Unmittelbar nach der etwa halbstündigen Zwangspause verkürzte Manuel Gril aus spitzem Winkel auf 1:2 (18.) – aber Michael Burger antwortete prompt, erzielte mit einem herrlichen Solo durch die Mitte das 3:1 (20.).
Unschöne Szenen auf und abseits der Spielfläche
Im Mitteldrittel blies dann ein wesentlich rauerer Wind über die Kunsteisbahn im Zwettltal: Die Sankt Pöltner versuchten, die Partie mit einer ordentlichen Portion Härte zu drehen und erzielten durch Patrick Huber erneut den Anschlusstreffer (26.). Doch die Zwettler ließen sich auch davon nicht beeindrucken – nur 41 Sekunden später und nach perfekter Vorarbeit von Matthias Jungwirth stellte Martin Hirsch auf 4:2. Mit dem 5:2 durch Jungwirth, der einen Abpraller vom Hawks-Schlussmann verwertete, war der Widerstand der Gäste faktisch gebrochen. Diese konnten zwar noch auf 3:5 verkürzen, schwächten sich aber durch Undiszipliniertheiten immer wieder selbst.
In der restlichen Spielzeit waren kaum noch Torszenen, dafür viele rassige Zweikämpfe zu sehen, wobei die Hausherren das Geschehen stets unter Kontrolle hatten. In Anbetracht der überraschenden Niederlage erwies sich so mancher Landeshauptstädter als ganz schlechter Verlierer: Goalie Manuel Scholler verzichtete auf das abschließende Händeschütteln und spuckte einem heimischen Zuschauer, der ihn dafür zurecht weisen wollte, ins Gesicht…






