Die neue Saison der ersten Bundesliga wurde in der Vorwoche im 19. Stock des Vienna Tech Gate – mit grandiosem Blick auf die Stadt Wien – gestartet. Live mit dabei waren drei Teams aus Niederösterreich, eine Novität in der 90-jährigen Bundesliga bzw. Staatsliga-Geschichte Österreichs: Baden, die SGM Pöchlarn/Mauerbach und die Aufsteiger vom SK Zwettl.
Gleich in der ersten Runde gegen Hohenems (Vorarlberg) durften sich die Waldviertler lange Zeit Hoffnung auf einen Punktegewinn machen. Am Spitzenbrett kam es zur raschen Punkteteilung, in den übrigen Partien wurde lange und verbissen gekämpft. Letztlich ging es Tomas Likavsky zu forsch und wurde bezwungen. Der Litschauer Stefan Wagner spielte bis zum 52. Zug eine ausgeglichene Partie, musste sich aber nach fünfeinhalb Stunden geschlagen geben – 4:2 für Hohenems.
In der zweiten Runde folge gegen den Titelkandidaten aus Wulkaprodersdorf (Burgenland) eine 1,5:4,5-Niederlage. Gerhard Schroll erschien aus familiären Gründen nicht rechtzeitig zu Spielbeginn – 0:1. Dafür holten auf den beiden Spitzenbrettern Tomas Polak und Tomas Likavsky jeweils einen halben Zähler.
Wagner wurde letztlich für seinen Kampfgeist belohnt
Stefan Wagner lieferte seinem übermächtigen Gegner in Gestalt von Friedrich Volkmann wieder einen sehenswerten Fight – das Spiel ging in beiderseitiger Zeitnot-Phase über 40 Züge – unterlag am Ende erneut. Die längste Partie lieferte Petr Pisk ab: von den 87 Zügen musste er 60 in der letzten Minute spielen, holte dabei noch einen halben Zähler.
In der dritten Runde gelang dem Schachklub Zwettl mit dem knappen 3,5:2,5 gegen Maria Saal (Kärnten) der erste Bundesliga-Erfolg der Klubgeschichte! Während Tomas Polak gegen Markus Ragger, den österreichischen Spitzenspieler, überraschend das Remis hielt, gelang auf dem zweiten Brett die Sensation: Tomas Likavsky bezwang Rainer Buhmann, den um 131 Elopunkte stärkeren Europameister aus Deutschland, nach sehenswertem Kampf. Danach erfüllten auch Pavel Blatny, Gerhard Schroll und Petr Pisk die Erwartungen, holten je einen halben Punkt. Stefan Wagner lieferte sich mit Mario Schachinger (2391 Elo) die zweitlängste Partie der gesamten Runde, bis nur mehr beide Könige am Brett standen – Remis.






