| KOMMENTAR |
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STEFANITSCH über die Ergebnisse der Sicherheits-Umfrage. |
| Leute wollen mehr Polizei |
| Die BVZ-Meinungsmacher bringen es auf den Punkt: Im Burgenland lebt man sicher, aber damit es so bleibt, ist die Politik gefordert. Die überwiegende Mehrheit will mehr Polizisten auf der Straße sehen. Das deckt sich mit der Angst vor Einbrüchen und Diebstählen. Diese beiden Bedrohungsszenarien stehen ganz oben auf der Liste. Hier könnten mehr Polizisten auf der Straße abschreckend wirken. Noch dazu, wenn mit Jahresende auch die Assistenzsoldaten abziehen. |
BURGENLAND / Knapp 73 bzw. 59 Prozent halten es für möglich, Opfer eines Einbruchs bzw. Diebstahls zu werden – so reihten die BVZ-Meinungsmacher, die an der zweiten Runde des neuen modernen Umfragesystems teilnahmen, die größten sicherheitspolitischen Bedrohungen im Burgenland. Anonym gaben sie ihre Stimme ab und durch die – seit der vergangenen Runde – gestiegene Anzahl an Teilnehmern wurde ein plausibles Stimmungs- und Meinungsbild des Burgenlandes zum Thema Sicherheit sichtbar.
Im Gegensatz zur inneren Bedrohung durch Kriminalität sehen die Befragten keine „äußere“ Bedrohung mehr. Nicht einmal ein halbes Prozent befürchtet einen Terroranschlag, kein einziger Meinungsmacher fühlt sich und das Burgenland durch einen Krieg bedroht.
Grundsätzlich fühlen sich die BVZ-Meinungsmacher sicher in ihrem Bundesland. Nur weniger als acht Prozent fühlen sich wenig oder gar nicht sicher.
Dennoch wünschen sich über 77 Prozent, dass die Politik mehr für die Sicherheit tun soll – besonders die Polizei soll dabei an Bedeutung gewinnen. Nicht nur mehr Polizisten im Allgemeinen, sondern mehr Polizisten auf der Straßen im Besonderen stehen auf der Wunschliste der Umfrageteilnehmer. Knapp 83 Prozent finden, dass die Polizei mehr unterwegs sein sollte. Ebenfalls mehr Bedeutung – wenn auch nicht in dem Maße wie die Polizei – sollten Feuerwehr, Rotes Kreuz und Bundesheer erhalten, das findet etwa ein Drittel der BVZ-Meinungsmacher.
Wo noch vor knapp eineinhalb Jahren mehrere Umfragen einen großen Zuspruch zum Assistenzeinsatz zeigten, sind nun – wenige Wochen vor dem Aus des Einsatzes – nur mehr knapp 50 Prozent dafür. Der Rest sieht die Präsenzdiener nicht als geeignete Maßnahme für die weitere Erhöhung der Sicherheit. Mit hauchdünnen Unterschieden wünschen sich fast gleichviele Teilnehmer die Verschärfung von Gesetzen, wie auch einen Ausbau bzw. eine Forcierung der Nachbarschaftshilfe. Überraschend: Eine Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen ist für knapp die Hälfte wünschenswert, während der Einsatz von privaten Sicherheitsfirmen von 70 Prozent abgelehnt wird.
In sicherheitspolitischen Fragen vertrauen die BVZ-Meinungsmacher insgesamt mehr den Mitte-Rechts-Parteien, ÖVP, FPÖ und Freien Bürgerliste. Im Gegensatz zur SPÖ, die zwar mit etwas über 38 Prozent die relative Mehrheit hat, lägen ÖVP und FPÖ über ihren Ergebnissen der vergangenen Landtagswahlen. So glauben sogar 15 Prozent – also rund sieben Prozent mehr als die Wähler 2010, dass die FPÖ die besten Vorschläge in Sachen Sicherheit macht.




















