Erstellt am 06. April 2016, 05:04

von Elisabeth Schuster

2 Minuten 2 Millionen: Ruprechtshofner lehnte Deal ab. 195.000 Euro wollten die Investoren für Richard Fohringers Projekt aufwenden. Doch der Ruprechtshofner lehnte ab.

195.000 Euro für 15 Prozent Firmenanteile boten die Investoren Richard Fohringer bei der Puls 4 Start-up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ an. Doch er lehnte aus wirtschaftlichen Gründen ab.  |  NOEN, Bernhard Eder

Mit einem breiten Lächeln verließ Richard Fohringer die am vergangenen Dienstag ausgestrahlte Puls 4 Start-up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ in Wien. 195.000 Euro für 15 Prozent Firmenanteile hatte Fohringer mit den Investoren ausgehandelt. Doch der Deal platzte.

„Im Februar habe ich den Deal aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt (Anm. der Redaktion: Die Show wurde bereits im Herbst 2015 aufgezeichnet). Wir wollen ‚gesund‘ wachsen und nicht in kurzer Zeit zu einem großen Unternehmen werden“, erklärt Richard Fohringer im NÖN-Gespräch. Seine Firma „Fireland Foods“ sieht der Ruprechtshofner in zehn Jahren als kleinen Betrieb, in dem der Chef auch noch selber mit anpackt. Bei einem riesigen Unternehmen würde laut Fohringer Zeit für diese Dinge fehlen.

Eigene Sauce für Puls 4 kreiert

Trotz allem hat sich der Auftritt für Fohringer auf jeden Fall ausgezahlt. „Zwei Tage, nachdem die Show ausgestrahlt wurde, gingen uns schon die Kartons zum Einpacken der Produkte aus“, sagt der Ruprechtshofner und lacht.

Einen Deal hat Fohringer aber mit Daniel Zech abschließen können: Zech investiert für SevenVentures Austria – dem Beteiligungsarm der ProSiebenSat.1 PULS 4 Gruppe – und verhandelt TV-Werbezeiten gegen Firmenanteile aus. Er wollte eine eigene Puls4-Sauce, die ein halbes Jahr in der Kochsendung „Koch mit Oliver“ platziert wird. Nach Diskussionen einigten sich die beiden schlussendlich auf eine Umsatzbeteiligung von 25 Prozent, wobei fünf Prozent für karitative Zwecke verwendet werden.

Das Geld der Investoren wollte Fohringer für sein neues Projekt – die Chili-Welt in St. Georgen am Steinfeld – verwenden. Die soll ohnehin entstehen. Nur eben ohne die Hilfe von Heinrich Prokop, Leo Hillinger und Hans Peter Haselsteiner.