Erstellt am 19. April 2016, 04:04

von Walter Fahrnberger

Ärztezentrum im Klinikum Melk?. Frei werdende Räume im Spital könnten für Ordinationen genützt werden.

Das Landesklinikum Melk könnte künftig den Platz für das geplante Ärztezentrum in Melk bieten. Nachdem dort 2016 eine Bettenreduktion geplant ist, werden barrierefreie Räumlichkeiten frei.  |  NOEN, Walter Fahrnberger

Es war 2015 eine Woche vor der Gemeinderatswahl im Jänner, als die Stadtgemeinde Melk ihre Idee präsentierte: Mittels einer Studie sollte geklärt werden, wie in Melk in Zukunft die ärztliche Versorgung aussehen könnte.

Als Ziel wurde eine Anlaufstelle mit barrierefreiem Zugang als sogenannte „One-Stop-Shop“-Lösung formuliert – quasi ein Ordinations- bzw. Ärztezentrum für Melk.

Oridinationszentrum konkreter

Hintergrund des Projekts war der Ärztemangel, der sogar in Melk offensichtlich wurde, als damals kurz vor der Pensionierung von Stadtarzt Franz Trost kein Nachfolger in Sicht war. Seit April 2015 hat dann Dr. Michael Karner in der Ordination von Dr. Ilse Siedl die offene Arztstelle übernommen.

Und mittlerweile sind auch die Pläne für ein mögliches Ordinationszentrum konkreter geworden. Denn gerade wird geprüft, ob das Ordinationszentrum nicht in den Räumlichkeiten des Landesklinikums Melk Platz finden könnte.

Dort wird bekanntlich durch die Reduktion von 30 systemisierten Betten Platz frei. Gespräche mit der Ärztekammer, den Sozialversicherungen und der Landesklinikenholding laufen jedenfalls, wie der Melker Bürgermeister Thomas Widrich bestätigt.

"Wäre österreichweit einzigartiges Projekt"

„Wenn das gelingt, wäre ärztliche Versorgung gesichert“, betont Widrich. Gelingt das Vorhaben, so wäre das Ärztezentrum in einem Klinikum wohl auch österreichweit einzigartig. Läuft alles nach Plan, könnte der Melker Gemeinderat bereits im Mai darüber abstimmen.

Dem Vernehmen nach könnten bis zu sechs Ärzte im Ordinationszentrum Platz finden. Da die Barrierefreiheit gegeben ist, würden nicht nur neue Wahl- bzw. Kassenärzte dorthin übersiedeln, sondern auch bereits in Melk ansässige.