Artstetten-Pöbring

Erstellt am 17. August 2016, 05:00

von Anna Faltner

Erneutes Wasserproblem in Artstetten-Pöbring. Bei einer erneuten Untersuchung der Wasserqualität wurden im gesamten Ortsgebiet Artstetten-Pöbring Bakterien im Trinkwasser festgestellt. Proben sind am Laufen.

Bürgermeister Karl Höfer hofft auf eine baldige Lösung des Wasserproblems.  |  Gleiß

Ende Mai kam es in Teilbereichen der Gemeinde zu Verunreinigungen im Trinkwasser. Kurz darauf kam die Entwarnung: Nachdem die Hochbehälter ausgelassen, gereinigt und neu eingelassen wurden, war die Qualität des Wassers wieder einwandfrei. Jetzt steht die Gemeinde vor demselben Dilemma, nur dass diesmal das gesamte Ortsgebiet betroffen ist.

„Wir haben Anfang August vorsorglich eine Nachkontrolle gemacht, da wir die Wasserqualität zum frühestmöglichen Zeitpunkt testen wollten“, erklärt VP-Bürgermeister Karl Höfer, „es ist eine ganz schwierige Situation heuer bei uns.“

Verkeimung liegt in Transportleitung vor

Da die Hochbehälter in den letzten Monaten entkeimt und frisch gefüllt wurden, muss davon ausgegangen werden, dass eine Verkeimung bereits in der Transportleitung vom Ostrong bis zum Hochbehälter Nussendorf oder in einer der Quellen vorliegt. Höfer sieht eine mögliche Ursache in einem technischen Gebrechen. „Das könnte durch die Unwetter und den hohen Niederschlag verursacht worden sein“, sagt der Ortschef.

Unverzüglich wurde ein Termin mit der NUA-Umwelttechnik ausgemacht. Am Mittwoch wurden Schöpfproben aller Quellen entnommen. „Erst wenn wir die Qualität der Quellen kennen, können wir Hand anlegen“, erklärt Karl Höfer.

Wasser drei Minuten lang abkochen

Dann muss die gesamte Anlage einer Desinfektion unterzogen werden. „Die Entkeimung ist unbedingt notwendig und muss auch effizient sein. Daher wird man das Chlor in dieser Zeit natürlich auch riechen und schmecken“, so Höfer.

Die Einwohner Artstettens werden daher momentan dazu aufgerufen, das Wasser erst nach dreiminütigem Abkochen bei Siedetemperatur für Hausbrauchzwecke zu verwenden.