Erstellt am 23. Dezember 2015, 05:03

von Johannes Scherndl

Bauprojekte für die Kinder. Die „Schachtelbaustelle“ von Johanna Hammerle prägt seit über 20 Jahren die Kindergärten in ganz Österreich. Nun lud sie ihre ehemaligen Schützlinge auf die Baustelle ein.

Gemeinsam mit ihren ehemaligen Kindergartenkindern präsentiert Kindergartenleiterin Johanna Hammerle ihre »Schachtelbaustelle«.  |  NOEN, Scherndl

Mit Bananenschachteln begonnen, entwickelte sich die einfache Idee einer „Schachtelbaustelle“ zur österreichweiten Kindergarteninnovation.

In den 1990-er Jahren gab die heutige Kindergartenleiterin Johanna Hammerle ihren Schützlingen Bananenschachteln zum Spielen. Damit war die erste „Schachtelbaustelle“ geboren. Hammerle dokumentierte und entwickelte das Konzept weiter, und bei den Kindern wurde diese Art der Beschäftigung immer beliebter.

"Kinder haben Projekt von sich aus entwickelt"

„Die Kinder haben das Projekt von sich aus entwickelt. Ich habe das Geschehen beobachtet, begleitet und bin auf ihre Vorstellungen eingegangen“, erklärt sie. Auch mit seiner „Bärenhöhle“ als Spielort erreichte der Kindergarten Ruprechtshofen große Bekanntheit. Die Höhle dient den Kindern als Rückzugsbereich. Neben Spiel und Spaß wird auch das Lernen stark gefördert. „Damit ein konstruktives Spiel möglich ist, sind klare Grenzen und Regeln unbedingt erforderlich“, sagt Hammerle.

Da die Aktivitäten eine ganzheitliche Förderung bewirkten, brachte Johanna Hammerle ihren Kolleginnen das Konzept in verschiedenen Vorträgen etwas näher. Darauf folgten Artikel in der Fachzeitschrift für Kindergartenpädagogik und ein Sonderheft zu dem Thema.

Heute ist die „Schachtelbaustelle“ fixer Bestandteil in vielen Kindergärten in ganz Österreich und im Ausland. So lud die Kindergartenleiterin ihre ehemaligen Schützlinge zur Besichtigung des neugestalteten Kindergartens ein.