Erstellt am 19. Januar 2016, 05:03

von Jürgen Scheuchelbauer

Bei Eiseskälte über Donau geschwommen. Melker Gemeinderat Gerhard Schuberth überquerte mit sechs Extremsportlern bei eisiger Kälte die Donau in Melk.

Bei drei Grad Wassertemperatur und einer Umgebungstemperatur am Gefrierpunkt schwammen Hans Jörg Ransmayr (v. l.), Josef Köberl, Gerhard Schuberth, Gerald Schmidt, Yasmine Pliessnig, Georg Manov und Pavel Kocarek am Samstag an der Stelle Kuh und Kalb über die Donau.  |  NOEN, Gleiß

Was sich für den einen wie eine Mutprobe bei Jugendlichen anhört, die besser keinen Nachahmungsbedarf hat, zählt zu den Hobbys des Melker ÖVP-Gemeinderats Gerhard Schuberth. Bei kalten Temperaturen springt der Melker in eisiges Wasser. Am Samstag schwamm Schuberth bei nur drei Grad Wasser- und ca. null Grad Umgebungstemperatur über die Donau.

An der Stelle Kuh und Kalb (das sind die letzten beiden großen Felsen vor dem Schloss Schönbühel) wagte sich Schu-berth gemeinsam mit sechs Mitstreitern in die kalte Donau, um diese zu überqueren. Wie er auf diese doch verrückte Idee kommt, ist einfach erklärt: „Im Sommer bin ich schon oft über die Donau geschwommen. Jetzt wollte ich das auch einmal im Winter versuchen“, begründet Schuberth die kuriose Aktion.

Da die Donau an dieser Stelle relativ schmal ist und auch aufgrund der beiden großen Felsen trieben die Schwimmer bei ihrem Überquerungsversuch relativ stark ab. „Rechnet man die Abdrift ein, haben wir im Wasser eine Strecke von ca. 900 Metern zurückgelegt“, meint Schuberth. Die Teilnehmer brauchten für die Schwimmaktion zwischen fünf und acht Minuten. „Es hat alles super gepasst und wir waren schnell am anderen Ufer. Ein großes Dankeschön geht an alle die uns dabei unterstützt haben“, freute sich der Gemeinderat rückblickend.

Extremsportler Josef Köberl war mit dabei

Einer der teilnehmenden Ex-tremsportler war Josef Köberl. Er durchschwamm vergangenen Sommer den Ärmelkanal und ist mittlerweile Präsident des österreichischen Eisschwimmerklubs. Den Kontakt mit Köberl stellte Schuberth zwei Jahre zuvor bei einem Sportlerempfang im Bezirk her. Schon während des diesjährigen Adventmarkts in Melk sprangen die beiden gemeinsam in die kalte Donau.

Danach entschieden sie sich, diese Überquerungsaktion der Donau bei Frost und Kälte zu organisieren. Mit am Start waren unter anderem die zweifache Staatsmeisterin im Eisschwimmen Yasmine Pliessnig und Hans Jörg Ransmayr. Ransmayr schwamm schon über das Meer bei Gibraltar. Die Extremsportler Gerald Schmidt, Georg Manov und Pavel Kocarek waren die übrigen Mitstreiter Schuberths. Schuberth selbst kam durch seinen Vater zu seinem doch etwas anderen Hobby, welches sich mittlerweile zu seiner Leidenschaft entwickelt hat.


„Eisschwimmen stärkt den Körper“

Wer bei eisigen Temperaturen schwimmen geht, holt sich sicher eine Erkältung – möchte man meinen. Die Erfahrungen des Melker Gemeinderats Gerhard Schuberth zeigen allerdings etwas anderes: Der 55-Jährige geht nun schon acht Jahre in der Kälte schwimmen und hat sich dabei noch nie erkältet. „Es hat sich beim Eisschwimmen noch niemand einen Schnupfen geholt.

Es stärkt den Körper“, erklärt Schuberth. „Die Donau im Winter zu überqueren, ist für einen Anfänger zwar sicher gefährlich. Aber das ist im Sommer nichts anderes als in der kalten Jahreszeit“, meint Gemeinderat Schuberth abschließend.