Erstellt am 25. Januar 2018, 05:00

von Denise Schweiger

Landtagswahl: Die Jugend an die Macht. Die Bezirks-Jugendkandidaten der ÖVP, SPÖ, FPÖ und der Grünen sprachen mit der NÖN über ihre Ziele und Beweggründe, in jungen Jahren politischen Einsatz zu zeigen.

von links nach rechts: Herbert Bitter, Landesobmann-Stellvertreter der JVP Melk sowie VP-Gemeinderat in Schönbühel-Aggsbach. Michael Raidl, Vorstand der Jungen Generation SPÖ Melk und SP-Gemeinderat aus Leiben. Richard Punz, FP-Gemeinderat aus Ruprechtshofen und FP-Kammerrat bei der Arbeitskammer.Bettina Schneck ist Bezirks-Spitzenkandidatin und Jugendkandidatin der Grünen.  |  Archiv, privat

Bei der kommenden Landtagswahl steigt auch der Nachwuchs der Parteien in den Polit-Ring. Wer sich jung für eine Wahl aufstellen lässt, muss sich auch früh für Politik interessieren. So wie etwa Michael Raidl. Als er fünfzehn Jahre alt war, trat er der Jungen Generation der SPÖ in Leiben bei. Das ist mittlerweile elf Jahre her – sein Interesse an der Politik blieb. Mittlerweile ist Raidl Gemeinderat in seiner Heimat und auch Vorstand der Jungen Generation SPÖ Melk.

Früh politisch aktiv wurde auch Herbert Bitter. Mit 17 Jahren engagierte er sich zum ersten Mal für die Junge ÖVP Melk. „Weil ich selber anpacken wollte, anstatt nur zu kritisieren“, erklärt der 22-jährige Landwirt aus Schönbühel. Seit 2015 ist Bitter Bezirksobmann, Landesobmann-Stellvertreter der JVP und auch VP-Gemeinderat in Schönbühel-Aggsbach. Sein nächstes Ziel: der Einzug in den Landtag. „Mein politisches Ziel ist, dass junge Menschen in unserem Bezirk arbeiten, wohnen und leben können“, meint er gegenüber der NÖN.

Fokus liegt bei Jugend auf sozialen Themen

Für die Freiheitlichen geht Richard Punz ins Rennen. Politisch aktiv ist er seit seinem 19. Lebensjahr: „Angefangen hat alles bei der Gemeinderatswahl 2010. Ich wollte immer selbst mitwirken und die FPÖ hat mir die Chance dazu gegeben.“

Der FP-Jugendkandidat studiert Betriebswirtschaft und Politikwissenschaft, außerdem vertritt er die FPÖ als Kammerrat in der Arbeiterkammer Niederösterreich. „Ich lege Wert auf ein zukunftsfittes Bildungssystem und generationengerechtes Wirtschaften – besonders in Niederösterreich müssen die Gelder verantwortungsvoller eingesetzt werden“, ist der 27-jährige Ruprechtshofner überzeugt.

Ziele verfolgt auch Bettina Schneck. Sie ist nicht nur Bezirks-Spitzenkandidatin für die kommende Landtagswahl, sondern auch Jugendkandidatin der Grünen. Die 37-Jährige hat ihre Wurzeln in Melk, studiert Jus, ist Mutter und Stewardess. Im Melker Gemeinderat vertritt sie die „Grüne Meinung“ seit zwei Jahren. „Davor habe ich die politische Tätigkeit von meinem Vater Walter Schneck stark mitverfolgt, das hat vielleicht auch einen gewissen Kampfgeist in mir geweckt“, schmunzelt sie.

Soziale Themen liegen ihr am Herzen. Dass es jetzt die Kleinkinderbetreuung in der Bezirkshauptstadt gibt, freut Schneck sehr: „Das war immer eines meiner großen Anliegen. Außerdem setze ich auf ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz.“