Erstellt am 06. Februar 2018, 05:00

von Claudia Christ und Markus Glück

Landtagswahl: Karl Moser ist Stimmen-Kaiser. Mit 5.339 Vorzugsstimmen ist Yspertaler klare Nummer Eins. Gemeinsam mit Texinger Karner wird er als Landtagspräsident gehandelt. Gerüchte um Sidl als SP-Landesrat.

NÖN

Mit 5.339 Vorzugsstimmen im Bezirk Melk ist VP-Landtagsabgeordneter Karl Moser wie bereits 2013 Vorzugsstimmen-Kaiser im Bezirk Melk. Zwar erzielte Moser um knapp 1.000 Stimmen weniger als bei der Wahl 2013, gegenüber der NÖN zeigt er sich dennoch zufrieden: „Es freut mich, wenn jemand extra bei mir ein Kreuz macht. Ich bin immer für die Leute da und sehe es als Bestätigung.“

Glaubt man der Gerüchteküche, ist Moser jetzt auch im Gespräch als Nachfolger von Franz Penz als Landtagspräsident. Moser: „Ich bin dazu nicht gefragt worden und kann mich daher nicht äußern.“ Der derzeitige Zweite Landtagspräsident, der Texinger Ortschef Gerhard Karner, der ebenso immer wieder für die Nachfolge von Penz genannt wird, erreichte auf der Landesliste übrigens 1.110 Vorzugsstimmen.

„Mit mir hat noch niemand gesprochen. Ich habe einen Beruf, der mir Spaß macht und bin mit meinem Mandat ausgelastet“Günther Sidl, SPÖ

Für Aufsehen innerhalb der ÖVP sorgte auch das Vorzugsstimmenergebnis von Manks Stadtchef Martin Leonhardsberger (1.352 Stimmen). „Es ist schön unter den ersten drei zu sein und auch den SP-Spitzenkandidaten geschlagen zu haben.“

SP-Landtagsabgeordneter Günther Sidl schaffte 1.298 Vorzugsstimmen auf Bezirksebene, sowie 2.589 Stimmen auf der Landesliste. „Für mich ist das ein Plus von 16 Prozent. Bei den SP-Bezirkslisten in Niederösterreich bin ich auf dem fünften Platz“, freut sich Sidl. Und wie bei Moser und Karner, wird auch der Petzenkirchner für höhere Weihe in der Partei gehandelt. Gerüchte, er könne bald Landesrat werden, erteilt Sidl aber eine Absage: Mit mir hat noch niemand gesprochen. Ich habe einen Beruf, der mir Spaß macht und bin mit meinem Landtagsmandat ausgelastet.“

Martin Huber als FPÖ-Klubobmann im Gespräch

Bei der FPÖ, wo FP-Bezirkschef Martin Huber als Klub-Obmann gehandelt wird, freut sich dieser über 929 Bezirks-Stimmen sowie 1.400 Stimmen auf der Landesliste: „Ich werde mich für jede einzelne Stimme weiter für die Demokratie einsetzen.“

Zufrieden mit ihrem ersten Antreten als Spitzenkandidatin ist auch die Melker Grünen-Gemeinderätin Bettina Schneck. „Ich hätte nicht mit 251 Stimmen gerechnet“, meint die Gemeinderätin.

Ein Achtungserfolg gelang auch NEOS-Bezirks-Spitzenkandidat Konrad Zimmermann aus dem Bezirk Baden. Er erreichte 170 Vorzugsstimmen.