Erstellt am 23. Mai 2017, 05:00

von Markus Glück

Parteien rüsten für Nationalratswahl. VP-Abgeordneter Georg Strasser will wieder als Spitzenkandidat für seine Partei antreten. SPÖ wird mit Ybbser Stadtchef Alois Schroll auf Stimmenfang gehen.

Als einzige Partei im Bezirk hat sich die SPÖ mit Alois Schroll auf ihren Kandidaten festgelegt.  |  Archiv

Nach dem Koalitionsbruch zwischen SPÖ und ÖVP fixierten die Parlamentsparteien den 15. Oktober als Termin für die Nationalratswahl.

Georg Strasser (ÖVP) ist derzeit der einzige Nationalratsmandatar aus dem Bezirk Melk.  |  privat

Seither laufen auch im Bezirk die Vorbereitungen für den Urnengang im Herbst. Aktuell stellt die Volkspartei mit dem Nöchlinger Bürgermeister Georg Strasser den einzigen Nationalratsabgeordneten des Bezirkes. Im Jahr 2013 war Strasser mit 16.205 Vorzugsstimmen absoluter Stimmenkaiser im Land. Geht es nach ihm, wird er im Oktober abermals als Spitzenkandidat für den Regionalwahlkreis kandidieren.

„Die Gespräche über die Kandidatenliste haben noch nicht begonnen. Aufgrund der letzten Wahl und meinen Vorzugsstimmen gehe ich aber davon aus, dass ich wieder die Nummer Eins sein werde“, erklärt Strasser. Die Zeit bis zur Wahl will der Nöchlinger nun auch dafür nutzen, die Leistungsbilanz in seiner ersten Legislaturperiode zu präsentieren. So war Strasser etwa federführend bei der Reform der Familienbeihilfe beteiligt. „Das positive Ergebnis spürt man in jeder Familie“, so der Abgeordnete.

Schroll: "Habe Nominierung akribisch vorbereitet"

Bereits im September des Vorjahres stellte die SPÖ die Weichen für die Nationalratswahl. Der Parteivorstand nominierte einstimmig den Ybbser SP-Bürgermeister Alois Schroll, der bereits 2013 für den Bezirk um ein Mandat ritterte. Damals gab es für Schroll 2.206 Vorzugsstimmen.

Die Vorbereitungen für die Wahl laufen beim Ybbser Stadtchef schon lange: „Ich habe mich seit der Nominierung akribisch vorbereitet und meine Themen fixiert“, legt Schroll den Fokus auf Soziales und Arbeitsplätze. Kritik gibt es gleich zum Start für die ÖVP: „Kurz hat aus einer VP-Krise eine Regierungskrise gemacht. Österreich muss auslöffeln, was die ÖVP verbrochen hat.“

Walplenum Ende Mai bei Grünen

Bei den Grünen wird es laut Bezirks-Chef Emmerich Weiderbauer Ende Mai ein Wahlplenum geben. Melks-Gemeinderätin Heidi Niederer stand im Wahlkreis 2013 auf dem zweiten Platz (266 Stimmen). Offen ist der Kandidat auch noch bei der FPÖ. „Fix ist nur, dass Leopold Mayerhofer nicht mehr Spitzenkandidat sein wird“, will FP-Bezirkschef Martin Huber eine Entscheidung bis in den Sommer.

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